Noch kein Preisverfall für Kartoffel-Stärke. Verschärfter Wettbewerb / Hoher Getreidepreis federte Folgen der neuen Rahmenbedingungen ab.

Erstellt am 16. September 2012 (18:07)
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Zum Beginn der neuen Verarbeitungskampagne in der einzigen Kartoffelstärkefabrik Österreichs bei der Agrana in Gmünd wurde eine Zwischenbilanz über das Jahr eins nach dem Wegfall der europäischen Kartoffelstärke-Marktordnung gezogen.

Generaldirektor Johann Marihart sieht im Ende der Quoten eine Gefahr der Preisanpassung der Kartoffelstärke an die weit günstiger herstellbare Getreidestärke und fürchtet daher auch um die Existenz der Landwirte: „Ohne Limitierung in der Produktion ist die ertragsschwächere Region im Nachteil.“ Die Hälfte der Industriestärke-Kartoffel Österreichs kommt aus dem klimatisch benachteiligten Waldviertel. Das Eintreten des schlimmsten Szenarios blieb heuer jedoch dank eines hohen Getreidepreises noch aus.-ml-