Weiterhin weniger Arbeitslose. Auch im Jänner steigt die Beschäftigung weiter an und die Arbeitslosigkeit sinkt.

Von Christine Haiderer. Update am 01. Februar 2019 (12:18)
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Symbolbild
APA (Pfarrhofer)

„Auch im Jänner 2019 setzt sich der positive Trend des letzten Jahres fort. Die Beschäftigung ist gestiegen und die Arbeitslosigkeit sinkt. Der heurige Jänner beschert uns einen guten Start in das neue Arbeitsjahr“, so der für den Arbeitsmarkt zuständige Landesrat Martin Eichtinger.

Was heuer geplant ist? „Wir haben für dieses Jahr ein klares Ziel: Wir wollen noch mehr Fachkräfte ausbilden. Daher haben wir gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds und dem AMS NÖ die größte Lehrlingsoffensive gestartet, die es jemals in Niederösterreich gegeben hat. Mit 46 Millionen Euro wollen wir verstärkt zusätzliche Lehrlinge im ganzen Land ausbilden. Wer unter 25 ist und einen Lehrplatz haben möchte, kann sich direkt beim AMS melden.“

3,6 Prozent weniger als 2018

64.606 Personen waren Ende Jänner in Niederösterreich bei den AMS-Geschäftsstellen arbeitslos gemeldet. Das sind um 3,6 Prozent weniger als im Vergleichsmonat 2018. Die Arbeitslosigkeit sinkt also weiter, wenngleich auch sich der Rückgang laut AMS NÖ verlangsamt.

Den größten Rückgang der Arbeitslosigkeit gibt es in den Metall- und Elektroberufen (-546), den Fremdenverkehrsberufen (-405), den Hilfsberufen (-262), den Bauberufen (-229) sowie den Büroberufen (-222).

AMS-NÖ-Chef Sven Hergovich: „Trotz des Rekordwinters am Ende des Monats können wir nach wie vor einen spürbaren Rückgang an vorgemerkten Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr feststellen. Erfreulicherweise betrifft das auch Arbeitslose, die nur einen Pflichtschulabschluss vorweisen können.“

Niedrigste Jänner-Arbeitslosigkeit seit sieben Jahren

Die (geschätzte) Arbeitslosenquote sank im Jänner gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent-Punkte auf 9,6 Prozent (Österreich: 9 Prozent) und ist damit die niedrigste seit sieben Jahren. Die Beschäftigung steigt stark an, um plus 12.000 auf 607.000 Beschäftigte, Schätzungen zufolge. Unter anderem dank des noch sehr kräftigen Wirtschaftswachstums, der regen Industriekonjunktur und vielen expandierenden Wirtschaftsbereichen.

Von der derzeitigen Arbeitsmarktentwicklung profitieren vor allem Männer (- 5 Prozent). Aber auch die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Jugendlichen (- 5,5 Prozent) und der Langzeitarbeitslosen (- 20,2 Prozent) sinken.

Im Gegensatz dazu steigt im Jahresvergleich die Arbeitslosigkeit bei der Generation 50 plus (+ 0,5 Prozent), bei Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen (+ 1,7 Prozent) sowie bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft (+ 1,7 Prozent).