Stift Melk: 470.000 Besucher weniger. Bei den großen Tourismuszielen fehlen die ausländischen Gäste. Kleinere sind top.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 16. September 2020 (04:22)
Im Stift Melk werden heuer aufgrund der Krise statt 550.000 Touristen nur 80.000 erwartet. Dieses Minus von 85 Prozent der Gäste bedeutet einen Verlust von bis zu sechs Millionen Euro.
Brigitte Kobler

Genau 50 Top-Ausflugsziele sind es, die sich in Niederösterreich das gleichnamige Gütesiegel erworben haben. Die Stifte wie Melk oder Zwettl sind ebenso dabei wie die Rax-Seilbahn, die Amethyst Welt Maissau oder Erlebniswelten wie das Haubiversum Petzenkirchen.

Eveline Gruber-Jansen ist Sprecherin der Top-Ausflugsziele NÖ.
Weinfranz

Normalerweise zählen die Destinationen gemeinsam bis zu sechs Millionen Besucher. Heuer, im Corona-Jahr, wird diese Zahl nicht erreicht werden.

Und das liegt vor allem an den Stiften, wo die zum Großteil internationalen Gäste ausbleiben. Den größten Einbruch muss dabei das Stift Melk hinnehmen. Statt den 550.000 Besuchern jährlich werden heuer nur rund 80.000 Touristen den Benediktinern einen Besuch abstatten. Das ist ein Minus von 85 Prozent. Ähnlich groß ist der Rückgang im Stift Göttweig.

„Es fehlen die internationalen Schiffe“, betont Eveline Gruber-Jansen, Sprecherin der Top-Ausflugsziele Niederösterreichs. Dennoch sei die Grenzöffnung enorm wichtig gewesen, weil viele Deutsche mit dem Auto gekommen sind. Gewinner der Krise sind vereinzelt kleinere Ausflugsziele.

Tourismuslandesrat Jochen Danninger.
Marschik

„So haben die Kittenberger Erlebnisgärten oder der Natur- und Erlebnispark Buchenberg ein Besucherplus zu verzeichnen“, weiß Landesrat Jochen Danninger.

Laut Gruber-Jansen sind die Ausflugsziele nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über attraktiv. Diese Vielfalt des Landes liege auch im Trend. Hilfreich dabei ist die Niederösterreich-App, mit der alle Informationen digital zur Verfügung stehen.

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