NÖ-Weinernte bleibt stabil. Bundesweit wird Ernte von 2,3 Mio. Hektolitern erwartet, für NÖ 1,5 Millionen Hektoliter.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 29. August 2017 (03:00)
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Das trockene Wetter im Sommer wird heuer vor allem den blauen Trauben zugutekommen. 

Um den 10. September herum beginnt in Niederösterreich die Hauptlese. Für die diesjährige Weinernte erwartet der Österreichische Weinbauverband im blau-gelben Bundesland eine Ernte von 1,5 Millionen Hektolitern. In ganz Österreich werden es 2,3 Mio. bis 2,5 Mio. Hektoliter sein. Damit bleibt die Erntemenge zumindest in Niederösterreich ungefähr auf Vorjahresniveau. 2016 wurden in Niederösterreich 1,6 Mio. Hektoliter Wein geerntet, bundesweit waren es zwei Mio. Hektoliter.

Wie ertragreich die diesjährige Weinlese schlussendlich tatsächlich sein wird, das wird sich erst direkt vor Ort zeigen. „Das hängt noch von der Witterung ab, da sich auch die Pressbarkeit bzw. der Saftanteil der Trauben noch bewegen kann. Momentan ist natürlich aufgrund der Trockenheit der Saftanteil nicht so hoch. Wenn allerdings noch entsprechende Niederschläge kommen, kann sich die Gesamterntemenge noch um 10 bis 15 Prozent nach oben bewegen“, erklärt Weinbauverbandspräsident Johannes Schmuckenschlager.

„Wenn noch Niederschläge kommen, kann sich die Gesamterntemenge um 10 bis 15 Prozent nach oben bewegen.“ Johannes Schmuckenschlager

Was die Ernte in den einzelnen Regionen angeht, so sieht es im Weinviertel aufgrund der Trockenheit im Sommer kritisch aus. Speziell im Norden, im Retzer Raum, und auch im Osten des Weinviertels um Wolkersdorf und Hagenbrunn müsse man „von einer kleineren Ernte ausgehen“, erklärt Schmuckenschlager. Für die anderen Weinbaugebiete in Niederösterreich hingegen sieht es gut aus: „In den Weinbaugebieten Wachau/Kamptal/Kremstal/Traisental/Wagram und Thermenregion hat es immer wieder, wenn auch kleine, Niederschläge gegeben. Somit ist hier eine Minimumversorgung mit Wasser gewesen und die Ernte sicher im guten Durchschnitt.“

Das trockene Wetter im Sommer wird vor allem den blauen Trauben – also den Rotweinen – zugutekommen. „Die vielen Sonnenstunden und geringen Niederschläge brachten ein sehr gesundes Traubenmaterial hervor. Hier wird es sicher kräftige gehaltvolle Weine geben“, weiß Schmuckenschlager. Bei den Weißweinen wird der Weintypus kräftiger als im Vorjahr sein, so die Prognose. Neuburger und Riesling werden gut ausreifen können. In Summe werde es heuer „äußerst gesundes Traubenmaterial“ geben, das auf „sehr sortentypische feinfruchtige Weine hoffen“ lässt, so Schmuckenschlager.

Beim Weinpreis rechnet er übrigens mit Stabilität. Es werde weder nach oben noch nach unten große Veränderungen geben.