Butterknappheit: Kein Grund zur Panik!. Butter wird wieder stärker nachgefragt. Für Vertreter von NÖM und Berglandmilch waren höhere Preise „notwendig“.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 12. September 2017 (03:00)
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Konsumenten langen bei der Butter wieder kräftig zu. Eine erhöhte Nachfrage ließ den Preis für ein Viertelkilo Butter etwa bei der NÖM um 50 Cent innerhalb eines Jahres steigen.
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Die Butter in Europa ist knapp. Das ist aktuell eines der EU-weiten Dauerthemen. Butter ist wieder gefragt, die Preise steigen. „Wir können die Märkte bedienen, aber Bestand haben wir keinen“, sagt auch Leopold Gruber Doberer, Geschäftsführer der Milchgenossenschaft NÖ (MGN), die 25 Prozent an der NÖM mit Sitz in Baden hält.

Im Wesentlichen gebe es drei große Gründe, warum die Butter wieder so gefragt ist, so Gruber-Doberer. Zum einen ist da die europaweit zurückgehende Produktion. Zum anderen ist der Bedarf gestiegen. „Fette Produkte sind wieder in.“ Außerdem wechselt die Industrie weg von Palmöl hin zu Butterfett.

Was die Preise und das Angebot angeht, so gebe es „keinen Grund zur Panik“, sagt Gruber-Doberer. Denn: 1995 habe ein Viertelkilo Butter umgerechnet rund 1,50 Euro gekostet. Auf heutige Verhältnisse umgelegt, war ein Preis von über zwei Euro also „längst notwendig“, so der MGN-Chef.

„Es gibt eine Renaissance der Butter nachfrageseitig“, bestätigt auch Berglandmilch-Geschäftsführer Josef Braunshofer. „Wir sind auch sehr knapp an Milchfett allgemein, also auch an Schlagobers, Sauerrahm etc.“. Auch er ist der Meinung, dass es „höchst an der Zeit“ war, dass sich der Butterpreis nach oben bewegt. „Ich meine aber, dass man immer noch viel Wert zu vernünftigem Preis bekommt.“ Laut Angaben der NÖM ist der Preis für ein Viertelkilo Butter innerhalb eines Jahres um 50 Cent gestiegen, bei der Berglandmilch um rund 60 Cent.

Übrigens: Was die geplante Vollübernahme der NÖM durch die MGN angeht, gebe es nichts Neues, so Gruber-Doberer: „Wir sind nach wie vor am Prüfen.“