Novomatic hofft auf Spielbank in NÖ. Ausblick / Gumpoldskirchner Konzern hat Rekordjahr hinter sich. Heuer will er bei drei Casinolizenzen zum Zug kommen.

Erstellt am 23. Mai 2013 (06:00)
Novomatic-General Wohlfahrt
NOEN, APA/HERBERT PFARRHOFER
Von Heinz Bidner

„2012 war für unsere Unternehmensgruppe ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr“, sagt Franz Wohlfahrt, Chef des weltweit tätigen Gumpoldskirchner Glücksspielkonzerns Novomatic. So kletterte der Umsatz der Novomatic AG erstmals auf knapp 1,54 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss stieg auf 194,3 Millionen Euro.

Die gesamte Novomatic-Gruppe samt den beiden Schweizer Schwesterkonzernen schaffte einen addierten Jahresumsatz von fast 3,23 Milliarden Euro. Die Mitarbeiterzahl kletterte auf 13.352 (davon 2.655 in Österreich).

Bis Ende des Jahres hofft Wohlfahrt nun auf eine Entscheidung zur Vergabe von drei einzelnen Casinolizenzen – zwei in Wien, eine in NÖ. Novomatic werde sich jedenfalls darum bewerben. Über die geplanten genauen Standorte dürfe er derzeit noch nichts sagen.

Sonntagsöffnung bei Dayli vom Tisch

In der Vorjahresbilanz noch nicht berücksichtigt ist die Hälftebeteiligung am Nahversorger Dayli, zumal der Vertragsabschluss erst heuer erfolgte. Einmal mehr betont Wohlfahrt gegenüber der NÖN, dass man sich nur als Finanzinvestor verstehe und nicht in die operative Führung einmische. Eins sei aber klar: Eine Sonntagsöffnung von Dayli sei angesichts der geplanten Gesetzesänderung endgültig vom Tisch. Zumal das bisherige Dayli-Konzept aber zu einem guten Teil auf den Sonntags-Mehrumsätzen fußte, sei nun eine Adaptierung des Businessplans in Arbeit, so Wohlfahrt. Dann soll auch klar sein, ob zusätzlicher Finanzierungsbedarf gegeben ist. Ob Novomatic frisches Geld zuschießen werde, sei offen, so Wohlfahrt: „Das müssen wir uns zuerst ansehen.“ Die ehrgeizigen Expansionspläne von Dayli-Chef Rudolf Haberleitner im In- und Ausland will Wohlfahrt hingegen ebenso wenig kommentieren wie seine Pläne zu einem Börsegang.