Startschuss für Pilotprojekt „Regionales E-Carsharing“ . ÖAMTC und WET bieten mit dem Pilotprojekt „Regionales E-Carsharing“ Mietern in Wieselburg die gemeinschaftliche Nutzung eines Elektroautos an. Nachhaltigkeit stehen für den Mobilitätsklub und den Bauträger im Zentrum. Weitere Projekte könnten künftig folgen.

Von David Brandl. Erstellt am 15. September 2021 (17:21)
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WET-Vorstandsduo Michael Kloibmüller und Christian Rädler präsentierten gemeinsam mit ÖAMTC-Landesdirektor Ernst Kloboucnik und Landtagsabgeordneten Bernhard Heinreichsberger das Pilotprojekt "Regionales E-Carsharing".
David Brandl

„E-Carsharing“, also die organisierte gemeinschaftliche Nutzung eines Elektroautos beispielsweise in einem Verein oder einer Gemeinschaft, ist ein vor allem im städtischen Bereich verbreitetes Konzept. Der Mobilitätsclub ÖAMTC verbindet in Kooperation mit dem Bauträger WET dieses Carsharing-Konzept mit gemeinnützigem Wohnen. Auf der Kommunalmesse in Tulln präsentierten sie das Pilotprojekt „Regionales E-Carsharing“.

In der vom Land Niederösterreich geförderten Wohnhausanlage der WET in der Furtgasse 10 in Wieselburg können die Bewohner der 75 Wohneinheiten ab Ende September ein E-Auto nützen. Die WET stellt dafür den Grund und der ÖAMTC die Ladeinfrastruktur sowie die technische Unterstützung durch die ÖMATC-App und das Call-Center zur Verfügung. „Wir sind als Wohnbauträger interessiert, am Puls der Zeit zu bleiben“, betont Christian Rädler, WET-Vorstand. Man starte bewusst in der mittleren Stadt Wieselburg, um zu zeigen, dass E-Carsharing auch ein Konzept für ländliche Gebiete ist, erklärt er. Landtagsabgeordneter Bernhard Heinreichsberger (ÖVP) begrüßt dieses Pilotprojekt und hebt dessen ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit hervor.

Die Hausbewohner können in Kürze am „Regionalen E-Carsharing“ teilnehmen und exklusiv einen VW ID.3 mit bis zu 360 Kilometern Reichweite rund um die Uhr nützen. Dafür benötigen sie lediglich die kostenlose ÖAMTC „easy way“ App. Mit dieser kann das E-Auto gebucht werden. Pro Fahrminute werden 35 Cent verrechnet, pro Parkminute 15 Cent. Darin enthalten sind jegliche Instandhaltungs- und Ladekosten. Auch Fahrten ins Ausland und übers Wochenende sind möglich.

Ladestationen für Besucher

„Das Besondere für die Bewohner ist, dass die Ladestation zwei Buchsen hat“, hebt Rädler hervor. Dadurch könnten auch Besucher ihr E-Auto vor Ort laden. Ernst Kloboucnik, ÖAMTC-Landesdirektor für Wien, Niederösterreich und das Burgenland unterstreicht, dass man für dieses Service eine besonders faire Lösung anbiete. Denn der ÖAMTC verrechne den Besuchern nicht die Lademinuten, sondern die getankten Kilowatt.

Das Pilotprojekt läuft von Ende September bis Mitte 2023. Kloboucnik kann sich gut vorstellen, dass nach ersten positiven Erfahrungen weitere gemeinsame Projekte folgen. Dabei betont er: „Der ÖAMTC möchte Menschen in ihrem mobilen Alltag begleiten und unterstützen.“ WET-Vorstandsduo Christian Rädler und Michael Kloibmüller sehen einer weiteren Zusammenarbeit positiv entgegen: „Unser Fokus liegt in den nächsten Jahren auf nachhaltigen Mobilitätskonzepten und einer Umsetzung von E-Carsharing Projekten bei allen Neubauten mit mehr als 36 Wohneinheiten.“