Öffentlicher Verkehr: Bund und NÖ investieren. St. Pölten / Der Bund und Niederösterreich haben am Donnerstag einen neuen Pakt zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs im Bundesland beschlossen.

Erstellt am 13. März 2014 (13:53)
Es handle sich dabei um ein Investitionspaket über fast 140 Mio. Euro, erläuterten Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) und Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) in einem Pressegespräch. Die Bahnhofsoffensive werde damit ebenso fortgesetzt wie der P & R-Ausbau.

"Auch wirtschaftspolitisch wichtig"

Es sei ein "gemeinsames Ziel, mehr Menschen auf die Bahn zu bringen", betonte Bures. Wie Pröll wies sie darauf hin, dass die vorgesehenen Investitionen "auch wirtschaftspolitisch wichtig" seien, zumal Beschäftigung geschaffen würde. Die Attraktivierung von Regionalbahnstrecken sei in dem Paket ebenfalls enthalten.

Die Ministerin sprach in St. Pölten von Investitionen in die Zukunft "trotz angespannter Budgetsituation". Die Bahn sei ein "leistungsfähiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel".

Pröll verwies darauf, dass bis 2018 weitere 16 Bahnhöfe im Land um- bzw. neugestaltet und die Zahl der P & R-Stellplätze bis 2025 auf 50.000 für Pkw (derzeit 30.00) und 30.000 für Zweiräder (derzeit 23.000) erhöht werden soll. Allein bis 2017 werde es 3.500 bzw. 1.300 mehr Plätze an 29 Bahnhöfen geben.

ÖBB-Chef: "NÖ ist Bahnland Nummer eins."

Binnen eines Jahres sollen außerdem Konzepte für die Attraktivierung von Regionalbahnen vorliegen. Bei den Strecken handle es sich um die Erlauftal-, Kamptal-, Puchberger- und Traisentalbahn, so Verkehrslandesrat Karl Wilfing (ÖVP).

ÖBB-Chef Christian Kern bezeichnete Niederösterreich als "Bahnland Nummer eins". Aus der Sicht des Unternehmens gehe es darum, den Kundenkomfort ebenso wie die Sicherheit und Streckenqualität weiter zu verbessern sowie mehr Autofahrer als "Umsteiger" auf die Bahn zu gewinnen.