Ölkonzerne fahren satte Gewinne ein, außer Repsol. Die großen Ölkonzerne haben dank der hohen Energiepreise im zweiten Quartal kräftig verdient. Europas Branchenführer Shell verdoppelte seinen Gewinn nahezu auf 8,7 Mrd. Dollar (6,02 Mrd. Euro), die norwegische Statoil konnte ihren Überschuss sogar verneunfachen, auch ExxonMobil zählt zu den großen Gewinnern. Nur der spanische Ölkonzern Repsol musste Verluste einstecken.

Erstellt am 28. Juli 2011 (15:42)

Die großen Ölkonzerne haben dank der hohen Energiepreise im zweiten Quartal kräftig verdient. Europas Branchenführer Shell verdoppelte seinen Gewinn nahezu auf 8,7 Mrd. Dollar (6,02 Mrd. Euro), die norwegische Statoil konnte ihren Überschuss sogar verneunfachen, auch ExxonMobil zählt zu den großen Gewinnern. Nur der spanische Ölkonzern Repsol musste Verluste einstecken.

Platzhirsch Shell steigerte den Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 97 Prozent auf 8,662 Mrd. Dollar. Der Umsatz von Europas größtem Ölkonzern stieg um rund ein Drittel auf 124,562 Mrd. Dollar, wie Shell am Donnerstag in Den Haag mitteilte. Der Fokus liege weiterhin darauf, Kosten zu reduzieren und die Abläufe zu verbessern, erklärte Royal Dutch Shell-Chef Peter Voser.

Norwegens größter Energiekonzern Statoil erwirtschaftete im zweiten Quartal dank gestiegener Öl- und Gaspreise einen Rekordgewinn. Der Überschuss verneunfachte sich fast im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 27,1 Mrd. Kronen (3,49 Mrd. Euro). Dank der kräftig gestiegenen Preise konnte Statoil auch Produktionsrückgänge wettmachen.

Der weltgrößte Ölkonzern ExxonMobil erwirtschaftet angesichts der hohen Ölpreise ebenfalls hohe Gewinne. Im zweiten Quartal verdienten die Texaner unterm Strich 10,7 Mrd. Dollar (7,50 Mrd. Euro) und damit 41 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit stellte sich ExxonMobil in eine Reihe mit den europäischen Ölkonzernen Shell sowie Statoil, die ebenfalls Gewinne vermeldet hatten.

Der spanische Ölkonzern Repsol konnte nicht wie die Konkurrenz vom gestiegenen Ölpreis profitieren. Der Gewinn fiel im zweiten Quartal um elf Prozent auf 579 Mio. Euro. Die Produktion in Argentinien, einem wichtigen Markt für Repsol, ging wegen der sozialen Unruhen dort deutlich zurück. Zudem sei die Förderung in Libyen seit Anfang März nicht mehr möglich