Zwei Drittel der Neuwagen sind Firmen-Kfz. Während sich vor allem Autolobbyisten wie ÖAMTC, ARBÖ und Automobilimporteure an der angekündigten Erhöhung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) für Kfz mit hohem CO2-Ausstoß stören, ist der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) dafür. Das argumentiert der VCÖ vor allem damit, dass zuletzt (2019) zwei Drittel der Neuwagen auf Firmen und andere juristische Personen zugelassen wurden. Daher ergebe sich in diesem Bereich ein großer Anreiz, emissionsarme oder -freie Pkw zu kaufen.

Von APA / NÖN.at Erstellt am 22. November 2020 (14:45)
Erhöhung der NoVA für Kfz mit hohem CO2-Ausstoß angekündigt
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Künftig werden nach dem Plan der türkis-grünen Bundesregierung ja alle Fahrzeuge zur Personen- und Güterbeförderung bis 3,5 Tonnen NoVa-pflichtig. Also auch SUV, Pick-Ups und Vans, die als Klein-Lkw gelten und von Firmen als solche angemeldet werden. Das ist bisher nicht der Fall. Die FPÖ ortete einen Angriff auf kleine Unternehmer.

Zwei Drittel der neuen Autos wurden im Vorjahr auf Firmen und andere juristische Personen neu zugelassen, in Wien sogar 77 Prozent, berichtet der VCÖ. "In allen Bundesländern lag der Anteil über 50 Prozent. Wenn sich Firmen beim Neuwagenkauf gegen klimaschädliche Spritfresser und für emissionsfreie oder spritsparende Modelle entscheiden, wird der CO2-Ausstoß des Pkw-Verkehrs reduziert und die Betriebe sparen sich gleichzeitig einiges an Geld, etwa indem sie auch niedrigere Spritkosten haben", so VCÖ-Mann Michael Schwendinger am Sonntag.

Hinter Wien folgten 2019 bei der auf Firmen zugelassenen Kfz-Zahl Salzburg (67,5 Prozent), Oberösterreich (63,4 Prozent), Tirol (60,5), die Steiermark (58,7), Kärnten (53,0), Niederösterreich (52,8), Vorarlberg (52,6) und das Burgenland (50,5). Das ergab österreichweit einen Wert von Österreich 66,8 Prozent.