Österreichs Inflation sank im Juli auf 2,0 Prozent. Leichte Entspannung bei der Teuerung: Dank billigerer Treibstoffe und eines geringeren Preisauftriebs bei Nahrungsmitteln ist die Inflationsrate in Österreich im Juli auf 2,0 Prozent gesunken, nach 2,2 Prozent im Juni. Zuletzt war die Teuerungsrate heuer im April so niedrig, damals war sie auf den tiefsten Stand seit Herbst 2010 gesunken. Die Teuerung lag damit aber deutlich über dem Euro-Schnitt.

Erstellt am 16. August 2013 (11:41)

Im Monatsabstand verringerte sich das Preisniveau von Juni auf Juli in Österreich aufgrund der Sommerschlussverkäufe um 0,5 Prozent. Treibstoffe kosteten im Juli im Jahresabstand um 0,6 Prozent weniger, nach -1,4 Prozent im Juni, wie die Statistik Austria am Freitag bekannt gab. Nahrungsmittel verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr zuletzt "nur" um 4,4 Prozent, im Juni waren es noch 5,1 Prozent gewesen.

Der typische tägliche Einkauf war in Österreich im Juli um 3,3 Prozent teurer als ein Jahr davor, im Juni waren es noch +3,6 Prozent gewesen. Der Miniwarenkorb, der einen wöchentlichen Einkauf widerspiegelt und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Sprit enthält, verteuerte sich binnen Jahresfrist um 2,1 (2,2) Prozent. Auch der für die Eurozone errechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex lag für Österreich im Juli im Jahresabstand um 2,1 (2,2) Prozent höher. Die Teuerungsrate der Pensionistenhaushalte betrug 2,2 (2,4) Prozent.

Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone belief sich im Juli 2013 wie schon im Vormonat auf 1,6 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,4 Prozent betragen. In der EU betrug die Preissteigerung im Schnitt 1,7 Prozent, ebenfalls stabil gegenüber Juni. Ein Jahr davor waren es 2,5 Prozent gewesen. Im Monatsabstand gab es im Juli in der Eurozone einen Rückgang um 0,5 Prozent und im EU-Schnitt um 0,4 Prozent.

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden von Eurostat am Mittwoch für Griechenland (minus 0,5 Prozent), Bulgarien (0,0) und Dänemark (0,4 Prozent) gemessen. Die höchsten Raten gab es in Estland (3,9 Prozent), Rumänien (3,4 Prozent) und in den Niederlanden (3,1 Prozent).