Österreichs Wirtschaft stagniert. Österreichs Wirtschaft steckt bereits seit einem Jahr in der Stagnation und ist Anfang 2013 nur knapp einer Rezession entgangen. Auch im ersten Quartal blieb das heimische Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum vierten Mal in Folge praktisch unverändert, das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) sprach am Mittwoch von einem Nullwachstum im Quartalsabstand. Wifo-Experten zeigten sich aber optimistisch.

Erstellt am 15. Mai 2013 (11:26)

Zuletzt hatte es im 1. Quartal 2012 ein nennenswertes reales Quartalswachstum in Höhe von 0,5 Prozent gegeben, danach bewegte sich das BIP jeweils zwischen +0,1 im 2. Quartal und -0,1 Prozent im 4. Quartal, also um die Nulllinie. Im Jahresabstand schrumpfte das heimische BIP jetzt im 1. Quartal sogar um 0,6 Prozent real, nach noch 0,7 Prozent Zuwachs im 4. Quartal 2012.

Weder die Inlandsnachfrage noch die Außenwirtschaft lieferten zuletzt nennenswerte Impulse für Österreichs Wirtschaft, erklärte das Wifo. Die Nachfrage der privaten Haushalte sei mit einem leichten Plus (0,1) im Quartalsabstand weiter schwach gewesen, ebenso die Investitionstätigkeit der Firmen.

Die Exporte entwickelten sich im 1. Quartal laut Wifo mit +0,3 Prozent ähnlich verhalten wie in den Vorperioden. Nach einem starken Rückgang im 4. Quartal hielten die Warenexporte aber das Niveau der Vorperiode. Da die Import-Nachfrage mit +0,3 Prozent ebenso mäßig zunahm wie die Auslandsnachfrage, lieferte der Außenbeitrag keine Wachstumsimpulse für die heimische Produktion.

Österreichs Wirtschaft wird sich in den Folgequartalen - trotz der Stagnation seit einem Jahr - wieder langsam erholen und auch wieder auf einen Wachstumskurs kommen, sagte Wifo-Expertin Sandra Bilek-Steindl am Mittwoch zur APA. Wie rasch und in welchem Ausmaß dies möglich sei, hänge sehr stark vom internationalen Umfeld ab.