Parteien betonieren Positionen zu Arbeitsmarkt ein. Das Thema Arbeitsmarkt haben am Mittwoch alle Parteien genutzt, um im Wahlkampffieber noch einmal ihre bisherigen Positionen einzubetonieren.

Erstellt am 07. August 2013 (15:49)

Übereinstimmung gab es lediglich darüber, dass eine Erkrankung während des Zeitausgleiches gleich wie ein Krankheitsfall im Urlaub zu behandeln sei - sprich der Zeitausgleich während der Erkrankung ausgesetzt wird.

Beim Thema flexible Arbeitszeiten prallen allerdings die Meinungen aufeinander. Die ÖVP hat sich heute einmal mehr für längere Durchrechnungszeiträume ausgesprochen, was für die SPÖ einer Kürzung der Überstundenzuschläge durch die Hintertür gleichkommt. Der Forderung von Arbeitnehmervertretern, Überstunden mit einem Malussystem zu belasten, erteilte wiederum das BZÖ eine Absage. Die FPÖ zum anderen stellte dem ÖVP-Wirtschaftsprogramm ein "Nicht genügend" aus.

Verwirrung um Studie über abwandernde Unternehmen

Für Wahlkampfgeplänkel sorgte auch die Zufriedenheit der Arbeitnehmer mit ihren Arbeitsplätzen. Während Arbeitnehmervertreter mit einer Studie Verbesserungsbedarf belegen wollen, konterte die Arbeitgeberseite ebenfalls mit Studien, wonach die Beschäftigten ohnehin glücklich seien.

Nach wie vor herrscht Verwirrung um eine angebliche Studie über die Abwanderung von Unternehmen, die das Finanzministerium vergangene Woche lanciert hatte. Auch nachdem Wirtschaftsminister Mitterlehner am Mittwoch auf Distanz zur Studie ging, gibt es bisher nicht mehr als eine gut halbseitige Conclusio der Studie. Nicht einmal der Staatssekretär im Finanzministerium, Andreas Schieder, hat die Studie vorliegen, wie es hieß. Medien, die anfragten, wurden bisher vom Büro von Finanzministerin Fekter vertröstet.