Modekette Adler ist zahlungsunfähig. Das deutsche Unternehmen hat einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Aschaffenburg (Bayern) gestellt. "Erhebliche Umsatzeinbußen" als Folge der Lockdowns gelten unter anderem als Ursache für die Insolvenz. Die Österreich-Filialen werden weitergeführt, heißt es von Adler Mode.

Von Norbert Oberndorfer. Update am 11. Januar 2021 (14:31)
Die sechs Filialen in Niederösterreich sind nicht von der Insolvenz der deutschen Mutter "Adler Modemärkte AG" betroffen. Die Österreich-Tochter "Adler" will nach Ende der Corona-bedingten Lockdown-Maßnahmen aller Voraussicht nach ab dem 24. Jänner 2021 ihre Filialen wieder öffnen.
APA/APA (dpa)/David Hutzler

Die Modekette Adler ist zahlungsunfähig. Das deutsche Unternehmen, das mit sechs Filialen in NÖ präsent ist, hat einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Aschaffenburg (Bayern) gestellt. Keine der NÖ-Filialen werde geschlossen, heißt es aus dem Unternehmen. 

Als Auslöser gelten erhebliche Umsatzeinbußen durch die andauernden Schließungen fast aller Verkaufsfilialen als Lockdowns-Folge. Generell setzt der Textilbranche die Abwanderung größerer Umsatzanteile ins Internet und das schwächere Weihnachtsgeschäft zu. 

Die Modekette will sich selbst sanieren und den Betrieb in vollem Umfang aufrechterhalten. Auch wenn die ausländischen Töchter aktuell nicht von der Pleite betroffen sind, ist Österreich stark von der deutschen Mutter abhängig. Der Österreich-Gewinn hat sich 2019 auf 0,6 Mio. Euro mehr als halbiert.