Erstellt am 16. Januar 2017, 16:44

von APA Red

SBO: Umsatzeinbruch von über 40 Prozent erwartet. Der niederösterreichische Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) dürfte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 einen deutlichen Umsatzeinbruch über 42 Prozent verzeichnet haben, wie eine Umfrage unter Finanzanalysten zeigt.

www.sbo.at

Der Verlust vor Steuern dürfte sich mehr als verdoppelt haben. SBO veröffentlicht am Dienstag vorläufige Zahlen zu Auftragseingang, Umsatz und Vorsteuerergebnis.

Nachdem bereits im Vorjahr 2015 mehr als ein Drittel der Umsätze weggebrochen waren, dürften sie 2016 also noch einmal deutlich gesunken sein. Im Schnitt rechnen die Analysten von Erste Group, Raiffeisen Centrobank (RCB) und Baader Bank mit 182,6 Mio. Umsatz - 42 Prozent weniger als im Vorjahr.

Beim Auftragseingang erwarten sie durchschnittlich ein Minus von 14 Prozent auf 174,3 Mio. Euro. Der Verlust vor Steuern wird von den Analysten mit rund 45 Mio. Euro prognostiziert. Damit hätte er sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Verbesserung der Ölpreise wirkt sich erst verspätet aus

2016 war von einer deutlichen Erholung der Ölpreise geprägt, nachdem sie Anfang des Jahres ihre 2014 gestartete Talfahrt zunächst noch fortgesetzt hatten. Mitte Februar hatte ein Barrel der Nordseesorte Brent zwischenzeitlich nur mehr 27 Dollar gekostet. Aktuell steht der Preis für Brent wieder bei über 55 Dollar. Die Verbesserung der Ölpreise würde sich beim Zulieferer SBO allerdings erst mit Verzögerung niederschlagen, wie einer der befragten Analysten sagte.

Er rechnet damit, dass die derzeit "noch immer niedrigen" Auftragseingänge ab 2017 jedes Quartal wieder etwas ansteigen werden. Für das abgelaufene Vierteljahr (Q4 2016) dürfte es für eine sichtbare Erholung aber noch etwas zu früh zu sein, sagte der Analyst weiter.