NÖ Altersalmanach: Studie ist Basis für Ausbauprogramm. NÖ Altersalmanach ermöglicht kurze Wartezeiten und passendes Pflege-Angebot.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 09. Juli 2019 (01:02)
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Symbolbild

Der Bedarf an Pflege und Betreuung steigt. Auch wenn man das ganze Land betrachtet. So nutzten 2018 17.513 Personen mobile Dienste. In sechs Jahren könnten es 20.448 sein. Bei der stationären Langzeitpflege wiederum wird die Zahl von 9.378 Personen 2018 auf 11.046 im Jahr 2025 ansteigen. In beiden Bereichen finden sich Mödling, Bruck an der Leitha und Korneuburg unter den vier Bezirken mit den meisten Zuwächsen. Das sind die Prognosen des aktuellen NÖ Altersalmanach.

Punktgenaue Pflege-Prognosen

„Der Altersalmanach enthält umfassende, wissenschaftlich fundierte Prognosen und detaillierte Planungszahlen sowohl für die 24-Stunden-Betreuung als auch für die Sozialen Dienste und die Pflege- und Betreuungszentren“, erläutert Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Er dient als Grundlage für strategische und politische Entscheidungen im Pflegebereich im Land. Und so fließen Daten daraus unter anderem ins Bauprogramm für die Pflegeeinrichtungen in Niederösterreich ein, das bis zum Frühling erarbeitet wird. Um weiterhin akute Fälle abdecken zu können und mittelfristig gerüstet zu sein.

Denn: Wenn Menschen akut in eine Pflegeeinrichtung müssen, kann es vorkommen, dass sie nicht gleich in der Wunschregion einen Platz finden. Dank der genauen Daten und Planungen passiert das in Niederösterreich aber selten. 97,45 Prozent der Heimaufnahmen erfolgen im Wunschbezirk des Menschen, freut sich Teschl-Büroleiter-Stellvertreter Franz Spazierer.

„Es ist uns möglich, den punktgenauen bezirks- und landesweiten Bedarf zu erheben“, erklärt Teschl-Hofmeister. So können die vorhandenen Mittel bei der Versorgung der Bevölkerung in Sachen Pflege und Betreuung effizient eingesetzt werden. Ein Überangebot kann vermieden werden.

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