4,18 Milliarden Euro für die Bahn in Niederösterreich. Der neue Rahmenplan 2021-2026 bringt für Niederösterreich neben dem Ausbau der Hauptstrecken ein großes Attraktivierungspaket für die Regionalbahnen und einen Modernisierungsschub für die Franz-Josefs-Bahn. Dazu kommen noch umfangreiche Elektrifizierungen und der Vollausbau Stadlau – Marchegg sowie umfangreiche Investitionen in Park&Ride-Anlagen. In den nächsten sechs Jahren werden so mehr als vier Milliarden Euro in Niederösterreich investiert.

Von Redaktion NÖN.at und APA . Erstellt am 16. Oktober 2020 (15:19)
ÖBB

Neben den großen, weiterlaufenden Projekten um den Semmeringtunnel und den dazugehörigen Strecken-Attraktivierungen etwa zwischen Wiener Neustadt und Gloggnitz sowie dem Streckenausbau der Nordbahn und der neu hinzugekommenen Neubaustrecke Flughafen Wien – Bruck/Leitha konzentrieren sich die Investitionen vor allem auf die Regionalbahnen des Landes.

Wien Meidling - Mödling: 4-gleisiger Ausbau
Inbetriebnahme Abschnitt Meidling-Liesing: 2032
Inbetriebnahme Abschnitt Liesing-Mödling: 2034

Südbahn: Nahverkehr, Bahnsteigverlängerungen
Inbetriebnahme: 2027

Nordwestbahn: Nahverkehr, Bahnsteigverlängerungen
Inbetriebnahme: 2026

Stadlau - Staatsgrenze nächst Marchegg: Vollausbau
Inbetriebnahme: 2024

Franz-Josefs-Bahn: Absdorf-Hippersdorf - Sigmundsherberg; Anbindung Horn,
selektiv 2-gleisiger Ausbau
Inbetriebnahme: 2027

Traisentalbahn: St. Pölten - Traisen - Hainfeld/Freiland; Streckenelektrifizierung
Inbetriebnahme: 2026

Erlauftalbahn: Pöchlarn – Scheibbs: Streckenelektrifizierung
Inbetriebnahme: 2026

Puchbergerbahn: Bad Fischau – Puchberg: Attraktivierung

Flughafen Wien - Bruck a.d. Leitha: Errichtung Verbindungsstrecke
Inbetriebnahme: 2034

Verbindung Ostbahn - Flughafenschnellbahn (Klederinger Schleife): Niveaufreie Ein- und Ausbindung
Inbetriebnahme: 2028

Gramatneusiedl, Attraktivierung und Funktionserweiterung
Inbetriebnahme: 2024

Wr. Neustadt - Loipersbach-Schattendorf: Attraktivierung und Ertüchtigung
Inbetriebnahme: 2026

Terminal Inzersdorf: (Phase 2)
Inbetriebnahme: 2023

Österreichweit werden die ÖBB in den kommenden sechs Jahren im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz 17,5 Milliarden Euro investieren. Insgesamt 3 Milliarden Euro sind für komplett neue Vorhaben in dieser Rahmenplan-Periode bis inklusive 2026 vorgesehen. Weitere 5 Milliarden für Projekte, die nach 2026 umgesetzt werden. Damit werden Strecken, Tunnels, Bahnhöfe, Sicherungstechnik und Verkehrsleitsysteme, Kundeninformation und Energieversorgung fit für die Zukunft gemacht. 

Etwa 1,1 Milliarden Euro fließen in die Modernisierung und Elektrifizierung der Regionalbahnen. 

ÖBB

Auch für den Güterverkehr wird an noch besseren Infrastrukturanlagen gearbeitet  – das Güterzentrum Süd tritt in die Ausbauphase 2. Dabei ist vor allem beim Güterverkehr
 auch der Schallschutz der Anrainer ein  Anliegen. Neben dem weiteren Ausbau von Schallschutzwänden und anderen Maßnahmen werden Güterwaggons durch die Rail Cargo Group auf Flüsterbremsen umgerüstet, was eine Halbierung der Schallemissionen bringen kann.