AKNÖ erkämpfte 195.000 Euro für Pflegerin. Die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) hat nach Angaben vom Dienstag für eine Pflegerin 195.000 Euro erkämpft. Die Frau war laut einer Aussendung trotz Unkündbarkeit gekündigt worden. Ein jahrelanger Rechtsstreit folgte.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 30. Juli 2019 (09:55)
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Symbolbild

Der AKNÖ zufolge hatte die Frau 20 Jahre lang in einem Wiener Spital gearbeitet - als unkündbare Beamtin. Anfang 2002 schließlich erhielt sie ein attraktives Jobangebot von einem Seniorenheim in Niederösterreich und begann dort mit September desselben Jahres ihren Dienst. Um die erfahrene Pflegerin abzuwerben, bot ihr der neue Arbeitgeber einen Kündigungsverzicht, da sie durch den Wechsel auf ihre unkündbare Anstellung im Wiener Krankenhaus verzichten würde.

Nach Ablauf der Klausel einigten sich der Arbeitgeber und die Mitarbeiterin laut der AKNÖ-Aussendung einvernehmlich darauf, den Kündigungsverzicht bis Ende 2022 zu verlängern. "Etwa zehn Jahre später - im Sommer 2013 - folgte die Überraschung: Erst wurde die Frau dienstfrei gestellt, zwei Tage später folgte das Schreiben mit ihrer Entlassung." Die Mitarbeiterin habe sich den Kündigungsverzicht erschlichen, lautete der Vorwurf.

Die Pflegerin wandte sich an die Arbeiterkammer. Ihrem Dienstgeber gegenüber erklärte sie ausdrücklich, dass sie arbeitsbereit und arbeitswillig sei.

Auf einen jahrelangen Rechtsstreit folgte schließlich ein Vergleich. Das Geld sei mittlerweile auf dem Konto der Pflegerin eingetroffen.