Rewe setzt auf "Regional-Scouts". Mit der Regional-Offensive „is´ heimisch“ wollen Billa und Billa Plus für ihre KundInnen eine Kennzeichnung für lokale, regionale und österreichische Produkte schaffen. Die Basis dafür soll eine transparente und leicht nachvollziehbare Definition via Farbcodierung sein. Außerdem sollen "Regional-Scouts" besonders Klein- und Kleinstunternehmen in die Verkaufsregale holen.

Von Viktor Andreas Haunold. Erstellt am 27. August 2021 (12:08)
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Billa und Billa Plus
APA/Helmut Fohringer

Nach der Neuausrichtung ehemaliger Merkur-Märkte in Billa Plus-Märkte setzt sich der Rewe-Konzern neue Maßstäbe in Sachen Lokalität und Regionalität wie der Vertriebsleiter für Niederösterreich Süd, Wien und Nord- und Mittelburgenland Hermann Weiß versichert.

Nach der „Da komm ich her Kampagne“, stellt die neue Werbeschiene eine Weiterentwicklung dar. So könne man den Wünschen der Kunden, die „wissen wollen, wo ihr Produkt herkommt“, besser nachkommen und Klein- und Kleinstunternehmen die Möglichkeit von Absätzen anbieten und garantieren, sagt Weiß.

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v.l.n.r.: Michael Mandl (Ziegenkäseproduzent, Lichtenegg), Leo Aumann (Weinproduzent, Tribuswinkel), Bertam Roysky (Emmerberger Schinken, Winzendorf), Hermann Weiss (Vetriebsleiter REWE NÖ), Franz Haller (Bioimker, Korneuburg), Richard Pichler (Milchproduzent, Lichtenegg).
Viktor Andreas Haunold

Der Rewe Konzern hat Niederösterreich in sieben Regionen und 16 Regional-Scouts eingeteilt, in denen 6.050 verschiedene Produkte, von 518 regionalen und lokalen Lieferanten, in den 286 Billa und Billa Plus Märkten vertrieben werden.

Um noch mehr heimische Produkte in die Regale zu bringen und besonders auch kleinen österreichischen Produzenten eine Bühne zu bieten, setzen Billa und Billa Plus auf eigene Regional-Scouts im Einkauf. Diese helfen insbesondere kleinen Lieferanten im Lebensmitteleinzelhandel Fuß zu fassen. Ziel sei es die Nahversorger zu stärken und zu unterstützen und hochwertige Produkte an die Kunden zu bringen, sagt Florian Trojan, Regional-Scout für die Region Mödling. 

Bestätigt wird das von Franz Holler, Bioimker aus Korneuburg, und Bertram Roysky (Emmerberger Schinken), die ihre Produkte nicht selbst vermarkten und vertreiben können und daher die Partnerschaft zum Rewe Konzern gesucht haben. 

Entfernung mit Farbcodierung als Herkunftskennung

Unterschieden wird bei den Produkten mit orangefarbenen Hinweisen: „Lokal“ – Lebensmittel aus dem Umkreis von 30 Km, „“regional“ – Produkte aus dem Bundesland (in dem Fall Niederösterreich) und „Österreichisch“ – weist auf Produkte aus den anderen Bundesländern hin. Wichtig ist dem Konzern, dass die Unternehmer „in puncto Qualität, Logistik, Verpackung, Markenpositionierung, Preisgestaltung, und rechtlichen Angelegenheiten unterstützt werden“, denn „Regionalität ist der Schlüssel für die Zukunft“, so Trojan.

Ein Bericht von Viktor Andreas Haunold.