Reste der A-Tec werden getrennt verkauft. Im langen Niedergang der A-Tec ist am Samstag ein neues Kapitel aufgeschlagen worden. Der Gläubiger-Treuhänder kündigte an, den Verkauf nun selbst in Angriff zu nehmen und die Reste des einstigen Milliardenkonzerns einzeln loszuschlagen. Der von Mirko Kovats zusammengewürfelte Mischkonzern hatte zu seinen besten Zeiten mit mehr als 12.000 Arbeitnehmern mehr als drei Mrd. Euro Jahresumsatz gemacht.

Erstellt am 01. Oktober 2011 (14:37)

Im langen Niedergang der A-Tec ist am Samstag ein neues Kapitel aufgeschlagen worden. Der Gläubiger-Treuhänder kündigte an, den Verkauf nun selbst in Angriff zu nehmen und die Reste des einstigen Milliardenkonzerns einzeln loszuschlagen. Der von Mirko Kovats zusammengewürfelte Mischkonzern hatte zu seinen besten Zeiten mit mehr als 12.000 Arbeitnehmern mehr als drei Mrd. Euro Jahresumsatz gemacht.

Der Anfang vom Ende war bereits am 20. Oktober 2010 eingeläutet worden, als die A-Tec nach nach einem dreistelligen Millionenverlust in Australien eine Anleihe nicht zurückzahlen konnte und Insovenz anmelden musste. Mit dem Ende 2010 von den Gläubigern verabschiedeten "Sanierungsplan" blieb Firmengründer Mirko Kovats im Sattel und wurde mit dem gemeinsamen Verkauf der Aktiva (Montanwerke Brixlegg, ATB, Kraftwerk Voitsberg) beauftragt. Kovats hatte den Gläubigern Quote in Höhe von 47 Prozent versprochen.

Diese 210 Mio. Euro hätten bis 30. September erlegt werden müssen - was aber nicht der Fall war, wie Treuhänder Matthias Schmidt am Samstag offiziell bekanntgab. Der Firmen-Abwickler will nun die verbliebenen A-Tec-Teile mitsamt dem Werkzeugmaschinenhersteller Emco neu ausschreiben und hofft auf eine möglichst rege Beteiligung. Er kann dabei auf das Interesse der tschechisch-slowakischen Penta Investments zählen, die am Freitag als erste die Verkaufsrunde für gescheitert erklärt hatte.

Wie Penta will auch der chinesische Motorenhersteller Wolong, der bereits eine "Due Diligence" gemacht hat, wieder mitbieten. "Wir streben jetzt den Abschluss über den Masseverwalter an", erklärte Wolong-Chef Jiangcheng Chen. Wolong wolle über ATB in den europäischen Markt eintreten. Beobachter sind sich ziemlich sicher, dass der getrennte Verkauf geringere Erlöse als die gescheiterte Paketlösung bringen wird.