RHI hielt Gewinn im ersten Halbjahr stabil. Der börsenotierte Feuerfestausstatter RHI hat im ersten Halbjahr bei deutlich höheren Umsätzen etwa gleich hohe Gewinne wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielt. Die Umsätze legten von 740,7 auf 850,9 Mio. Euro zu. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich leicht von 70,3 auf 69,2 Mio. Euro, der Nettogewinn betrug 49,0 nach 49,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

Erstellt am 04. August 2011 (12:45)

Der börsenotierte Feuerfestausstatter RHI hat im ersten Halbjahr bei deutlich höheren Umsätzen etwa gleich hohe Gewinne wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielt. Die Umsätze legten von 740,7 auf 850,9 Mio. Euro zu. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich leicht von 70,3 auf 69,2 Mio. Euro, der Nettogewinn betrug 49,0 nach 49,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

Deutlich nachgegeben hat allerdings die EBIT-Marge - sie sank von 9,5 auf 8,1 Prozent. Im zweiten Quartal 2011 lag sie bei 9,2 Prozent, geht aus der Ad-hoc-Mitteilung von Donnerstag hervor. Für das zweite Halbjahr erwartet der Konzern etwa gleich hohe Umsätze wie im ersten Halbjahr. Die EBIT-Marge soll im dritten Quartal wie im zweiten 9,2 Prozent erreichen und sich dann im vierten Quartal auf 9,5 Prozent verbessern. In der ersten Jahreshälfte erhöhte sich der Personalstand von 7.258 auf 7.796 Mitarbeiter.

Zwischen April und Juni erwirtschaftete das Unternehmen eigenen Angaben zufolge seinen bisher höchsten Quartalsumsatz. Mit 437,1 Mio. Euro lag er um 9,7 Prozent über dem Vorjahresquartal und um 5 Prozent über dem bisherige Rekordwert aus dem zweiten Quartal 2008. Besonders markant stiegen die Verkaufserlöse heuer im zweiten Quartal in der Division Stahl mit einem Plus von 13,2 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode 2010.

Die stark steigenden Rohstoffpreise sind ein kritischer Faktor im Business des RHI-Konzerns, der feuerfeste Materialien für die Stahl-, Zement- und Glasindustrie herstellt. Der Feuerfestspezialist ist daher bestrebt, sich verstärkt mit eigenen Rohstoffen zu versorgen. Derzeit liege der Eigenversorgungsgrad für magnesitbasierte Rohstoffe bei etwa 30 Prozent - mit den aktuellen Investitionen in der Türkei und dem Meerwasserprojekt in Norwegen will die RHI auf 60 Prozent kommen, sagte RHI-Chef Henning Jensen. Des weiteren sei eine Expansion bei bereits bestehenden Minen des Konzerns geplant, wodurch der Magnesit-Versorgungsgrad auf bis zu 80 Prozent steigen soll.