Überlastet die Corona-Quarantäne das Internet?. Internet ist in Zeiten von Homeoffice und E-Learning gefragter denn je. Einige Niederösterreicher klagen über Netz-Überlastungen oder -Zusammenbrüche. Bei der RTR versichert man, dass die Netze der verstärkten Belastung gewachsen seien. Wenn notwendig, werden Kapazitätserweiterungen vorgenommen.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 21. März 2020 (12:53)
Überlastet die Corona-Quarantäne das Internet?
metamorworks/shutterstock

Viele Niederösterreicher arbeiten gerade im Homeoffice. Schüler lernen über Online-Plattformen. Das Internet bietet in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen für viele also nicht nur Unterhaltung, es ist auch zur Bewältigung vieler Aufgaben notwendig. In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Klagen darüber, dass das Netz überlastet sei. 

Sorgen, dass die Netze völlig zusammenbrechen könnten, brauchen die Niederösterreicher aber keine haben, versichert man auf NÖN-Nachfrage bei der Rundfunk- und Telekom-Regulierungs-GmbH (RTR). Die Netze seien einer verstärkten Belastung gewachsen. Außerdem werde die Netzbelastung von den Betreibern laufend beobachtet und, wenn notwendig, werden auch Kapazitätserweiterungen vorgenommen. 

Engpässen bei E-Learning-Plattformen oder Firmennetzwerken

Dass bei einzelnen Firmen oder Schulen Plattformen und Systeme nicht mehr funktionieren oder immer wieder abstürzen, sei laut der RTR durch Engpässe einzelner Netzwerke erklärbar. Die können bei Firmennetzwerken und Plattformen für E-Learning vorkommen, wenn sich viele Personen gleichzeitig beispielsweise via VPN (Virtual Private Network) einloggen. „Hier liegt es an den Unternehmen gemeinsam mit ihrem Service-Provider mehr Bandbreite beim jeweiligen Betreiber bereitzustellen“, erklärt Daniela Andreasch von der RTR. 

Ist die Qualität unzufriedenstellend, gäbe es dafür verschiedene Gründe. So hänge etwa die Qualität einer Videokonferenz von der Leistungsfähigkeit der Videokonferenz-Lösung, der Kapazität der VPN-Anbindung des Arbeitgebers oder der individuellen Breitband-Anbindungen der Videokonferenz-Teilnehmer ab, erklärt die RTR-Sprecherin.

Keine Meldungen über zu hohe Auslastung aus NÖ

Sollte die Auslastung der Netze in Niederösterreich beunruhigende Dimensionen annehmen, müssten bei der RTR verpflichtende Meldungen der Betreiber einlangen. „Dies ist bis jetzt nicht der Fall gewesen“, versichert Andreasch.