Schwarznuss-Stamm erzielte Versteigerungsrekord

Erstellt am 27. Januar 2022 | 14:20
Lesezeit: 3 Min
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Bei der 20. Laubholzversteigerung (v.l.): NÖ Waldverband-Obmann Franz Fischer, Holz Schrimpl-Inhaber Franz Schrimpl, Abt des Stiftes Heiligenkreuz Maximilian Heim und Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsidentin Andrea Wagner
Foto: LK NÖ/Georg Pomaßl
124 Waldbauern und Forstbetriebe nahmen heuer an der traditionellen Laubholzversteigerung in Heiligenkreuz teil. Das höchste Gebot pro Festmeter erhielt eine Schwarznuss mit 2.016 Euro.
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124 Waldbauern und Forstbetriebe nahmen an der 20. Laubholzversteigerung in Heiligenkreuz teil. Die derzeit guten Rahmenbedingungen im Laubholzbereich zeigen, dass sich der respektvolle Umgang, das Engagement und die Kompetenz bei der Waldbewirtschaftung bezahlt machen. Trendholz Nummer eins ist nach wie vor die Eiche. Das höchste Gebot pro Festmeter erhielt eine Schwarznuss mit 2.016 Euro.

Durchschnittspreis lag bei 632 Euro pro Festmeter

Bei der Laubholzsubmission wird das beste Holz der niederösterreichischen Waldbesitzer am internationalen Holzmarkt angeboten. Die gemeinsame Aktion der Landwirtschaftskammer NÖ und des Waldverbands NÖ steigert nicht nur das Bewusstsein für den Wert der heimischen Hölzer, sondern wirkt sich auch auf die Preisgestaltung für heimisches Holz positiv aus. Das zeigt etwa der Durchschnittspreis über das gesamte angelieferte Holz, der heuer bei 632 Euro pro Festmeter lag und damit deutlich über dem langjährigen Mittel liegt.

„Die Laubholzversteigerung ist ein absolutes Highlight für bäuerliche Waldbesitzer. Insbesondere kleineren Betrieben bietet diese Vermarktungsmöglichkeit die Chance, für außergewöhnliche Qualitäten gute Preise zu erzielen. Wir können beobachten, dass die Nachfrage nach hoher Qualität besteht und auch die Bereitschaft da ist, dafür einen entsprechenden Preis zu zahlen“, heißt es von Landwirtschaftskammer NÖ-Vizepräsidentin Andrea Wagner in einer Presseaussendung.

Treffpunkt für Holzexperten aus dem In- und Ausland

Die Qualität des angebotenen Holzes werde über die österreichischen Grenzen hinaus geschätzt und sei zu einem Treffpunkt für Holzexperten aus dem In- und Ausland geworden. Heuer nahmen 37 Käufer aus Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn und Frankreich teil. In der Regel kommen jedes Jahr rund 25 Käufer, "das heißt wir haben hier heuer eine Steigerung von fast 50 Prozent", so Wagner.

Trendholz Eiche und Nuss

In den vergangenen Jahren ging der Trend hin zu dunklem Holz. Dies machte sich dieses Jahr bei den angebotenen Holzarten deutlich bemerkbar. Das Gros des vermarktenden Holzes machte die Eiche aus. "Sie war die gefragteste Baumart. Das ist deutlich an den abgegebenen Angeboten für die Eiche festzustellen, die sich im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt haben“, erklärt Franz Fischer, Obmann des NÖ Waldverbandes. Ebenso stark nachgefragt waren die Elsbeere, die Ulme, die Walnuss und die Schwarznuss. 

Das hervorragende Ergebnis der diesjährigen Versteigerung wird auch dadurch unterstrichen, dass 79 Stämme einen Festmeterpreis von mehr als 1.000 Euro erzielt haben.