Schwedenbombenhersteller Niemetz vorerst gerettet. Die Hoffnung für die Zukunft der Schwedenbombe lebt weiter: Ein vorerst nicht näher genannter südamerikanischer Investor soll den Wiener Süßwarenbetrieb Niemetz retten. Viel Zeit dafür bleibt aber nicht. Denn die geforderten mehr als 4,1 Mio. Euro müssen bis spätestens Dienstag aufgetrieben werden.

Erstellt am 16. Mai 2013 (18:04)

So viel Geld steht den Gläubigern zu, die am Donnerstag dem Sanierungsplan mit einer 95-Prozent-Barquote zugestimmt haben. Ist das Geld bis Dienstag nicht da, wird mit dem sofortigen Verkauf begonnen.

Von einem Investor aus Südamerika war bis dato noch nicht die Rede. Um wen es sich bei dem angeblichen Retter handelt, wurde den Gläubigervertretern nicht mitgeteilt. Auch Masseverwalter Stephan Riel erwähnte in einem schriftlichen Statement gegenüber der APA keine näheren Details. In einem knappen Schreiben hielt er allerdings fest, dass vorerst die weitere Produktion der Schwedenbomben sichergestellt sei.

Vor der Sanierungsplantagsatzung am Donnerstag war in den vergangenen Tagen vorrangig der heimische Investor Erhard Grossnigg mit seiner Austro-Holding als Retter gehandelt worden. Er sprang aber in letzter Minute ab, da sich der Deal - geplant war eine 70-prozentige Beteiligung an Niemetz - offenbar doch nicht gerechnet hätte.

Für die Niemetz-Gesellschafter ist die Zustimmung zum Sanierungsplan nun mit einer noch einmal höheren finanziellen Anstrengung verbunden. Denn anstatt der zuletzt geforderten 75-Prozent-Quote (rund 3,3 Mio. Euro, Anm.) machten die Gläubiger nun 95 Prozent zur Bedingung für die Absegnung des Rettungsvorhabens. Bei den anerkannten Forderungen von 4,4 Mio. Euro bedeutet dies eine Ausschüttung von 4,180.000 Euro.