Schwere Zeiten für Milch. Die mit März 2015 auslaufende Milchquote, sowie die Russland-Krise sorgen für große Herausforderungen.

Von Gina Christof. Erstellt am 08. Dezember 2014 (21:11)
NOEN, APA/AMA/Buchacher
Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing, und Helmut Petschar, Präsident der VÖM, setzen auf die hohe Qualität der heimischen Milchprodukte.

„Österreichs Milch zeichnet sich nach wie vor durch hohe Qualität aus, und das wissen die Konsumenten zu schätzen“, sagt Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter.

Export verstärken

Dennoch würden schwierige Zeiten auf die Milchwirtschaft zukommen. Mit dem Auslaufen der Milchquote ab erstem April 2015 haben Bauern EU-weit keine Mengenbeschränkungen mehr bei der Milchproduktion. „Wir erwarten dadurch österreichweit einen Mengenzuwachs von 10 bis 15 Prozent“, so Petschar. Daher müsse in Zukunft noch mehr auf Export gesetzt werden. So soll die Exportquote von derzeit 48 Prozent auf über 50 Prozent ansteigen.

„Die Lieferverträge mit den Molkereien bleiben aufrecht“, sagt er. Die Molkereien müssten dann die Mehrmengen an Milch auf den Markt bringen.

„Die Argumente für österreichische Milch im steigenden Wettbewerb sind durchaus stark“, zeigt sich Michael Blass, Geschäftsführer der Agrarmarkt-Aus-tria-Marketing, zuversichtlich. So punkten heimische Produkte unter anderem mit Gentechnikfreiheit, Regionalität, einem hohen Bioanteil und Spezialisierungen. „Diese Mehrwerte wissen die Kunden auch zu schätzen“, hofft Blass, dass das auch so bleibt.