Service versus Internet-Shopping. Initiative / Möbel- und Elektrohändler heißen jetzt „Wohnfühlmacher“ und wollen so besser beraten.

Erstellt am 09. Dezember 2012 (17:37)
Von Gerti Süss

„Unsere Stärke ist eben die Beratung. Und wenn wir mehr zusammenarbeiten, kann der Kunde davon nur profitieren. Denn wer zum Beispiel eine Küche kauft, braucht meistens auch Elektrogeräte“, erklärt Josef Halter, Obmann der NÖ Einrichtungshändler. Und das sei der Grundgedanke hinter den „Wohnfühlmachern“, der neuen Vereinigung zwischen dem Elektronik- und Einrichtungsfachhandel.

Durch diese verstärkte Zusammenarbeit wollen die beiden Branchen ihre Beratungskompetenzen noch weiter ausbauen, denn: Der Konkurrenzdruck durch großflächige Mitbewerber und nicht zuletzt durch das Internet werde immer größer. „Beim Online-Shopping ist vieles im ersten Moment billiger. Schließlich haben diese Anbieter viel weniger Personal- und Lagerkosten. Aber sie bieten meist viel weniger Service“, erklärt Rudolf Jursitzky, Obmann des NÖ Elektronikfachhandels weiter. Im Internet könne man Produkte eben nur über den Preis vergleichen. „Ein Fachhändler informiert jedoch über feine Unterschiede, etwa bei Energieeffizienz oder Garantie“, erklärt Jursitzky.

Deswegen plädiert er dafür, sich von eventuell teureren Einzelhandelspreisen nicht sofort abschrecken zu lassen: „Wenn der Fachhändler auf einen realistischen Internetpreis angesprochen wird, wird er dem Kunden entgegenkommen. Fast immer kann man sich – auch dank Beratung und Service – auf einen Konsens einigen.“