Vorwerk erweitert Konzept. Der deutsche Haushaltsgeräte-Hersteller Vorwerk eröffnete kürzlich in Österreich seine ersten drei Shop-Niederlassungen, eine davon in der SCS in Vösendorf.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 20. September 2016 (08:14)
NOEN, moodley brand identity
Die Shop-Konzepte von Vorwerk wurden von der Amstettner Umdasch-Gruppe umgesetzt.

Den klassischen Staubsauger-Vertreter, den verbindet man unweigerlich mit der Firma Vorwerk. Seit Jahrzehnten gehen die Vorwerk-Berater von Tür zu Tür, um die Kobold-Sauger, so der Name der Produktlinie, zu verkaufen. Jetzt erweitert Vorwerk sein Verkaufskonzept: Neben dem klassischen Direktvertrieb und Produktpartys (vergleichbar mit jenen von Tupperware) gibt es seit kurzem auch drei Shop-Niederlassungen in Österreich, nämlich in der Plus City Linz, im Wiener Donauzentrum und in der SCS in Vösendorf.

Verkauft wird neben den Kobold-Produkten hier auch der Thermomix, das Küchengerät von Vorwerk. Die Kosmetikprodukte, die das Unternehmen ebenfalls vertreibt, gibt es hier nicht. Die Shops sollen vor allem der „Befruchtung des Direktvertriebs“ dienen, so Vorwerk-Austria-Geschäftsführer Robert Meschnark. Zwar können die Produkte auch gleich in den Shops gekauft werden, oberstes Ziel sei aber die Neukundenaquise. Die neuen Kunden sollen dann via Vertreter oder Party intensiv beraten werden.

Vor allem junge Menschen ansprechen

Vor allem junge Menschen will Vorwerk damit ins Kundenportfolio locken. Dass es da in der Vergangenheit Versäumnisse gegeben und Vorwerk ein etwas verstaubtes Image hat, streitet Meschnark nicht ab. „Ich möchte nicht sagen, dass wir etwas verschlafen haben. Aber gewisse Trends haben wir möglicherweise nicht rechtzeitig erkannt.“ Dass die Shops den Direktvertrieb oder die Haushaltsgeräte-Partys ersetzen sollen, ist aber nicht das Ziel, betont Meschnark, im Gegenteil: „Wir wollen unsere Handelspartner von 1.100 in ganz Österreich bis 2018 auf 2.200 ausbauen, den Direktvertrieb also verdoppeln.“

Werden die Shops gut angenommen, wird es in Österreich künftig flächendeckend Vorwerk-Filialen geben.

Die drei neuen Vorwerk-Shops wurden übrigens von der Amstettner Umdasch-Gruppe umgesetzt.

Über Vorwerk

  • Vorwerk erwirtschaftete 2015 in Österreich einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro, 30 Millionen Euro davon mit den Kobold-Produkten.
  • In Niederösterreich sind aktuell rund 200 Vorwerk-Berater im Einsatz.
  • Der Vorwerk-Shop in der SCS hat eine Fläche von 138 Quadratmetern.
  • In allen drei Shops beschäftigt Vorwerk 15 Mitarbeiter.