Skylink - Flughafen-Manager müssen je 21.000 Euro Geldstrafe zahlen. Die massive Kostenüberschreitung beim Bau des Wiener Flughafen Terminals "Skylink" hat für die verantwortlichen Manager erste Konsequenzen.

Erstellt am 24. März 2011 (20:25)
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Gerhard Schmid, Vorstandsmitglied der Flughafen Wien AG, und die mittlerweile ausgeschiedenen Vorstände Christian Domany und Herbert Kaufmann, wurden gestern, Donnerstag, wegen Verletzung der im Paragraf 48 des im Börsengesetz festgeschriebenen Ad-hoc-Meldepflichten zu einer rechtskräftigen Verwaltungsstrafe von je 21.000 Euro verurteilt, schreibt der "Standard" (Freitagsausgabe) in einer Vorabmeldung.

Die FMA war am 25. August 2010 im Strafbescheid zum Schluss gekommen, dass die drei Manager sowohl im Juli 2008 als auch im Februar 2009 von Kostensteigerungen und Terminverschiebungen beim Terminalbau Bescheid wussten. Sie hätten aber die Öffentlichkeit nicht rechtzeitig informiert. Dafür hat die FMA den Managern eine Strafe von je 44.000 Euro auferlegt, woraufhin diese in Berufung gingen: Der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) Wien hat nun den Strafbescheid der FMA teils bestätigt, teils aufgehoben. "Der UVS kam nun zur Ansicht, dass die Anleger im Sommer 2008 um fünf Wochen zu spät über Kursrelevantes - eben Kostensteigerung und Terminverschiebung - informiert wurden", schreibt der "Standard". Dem Teil der Berufung, dass es im Frühling 2009 keine neue Informationen gegeben habe, wurde stattgegeben.

Der Flughafen-Vorstand wusste laut UVS schon im Juni 2008 , dass der bisherige "Terminplan tot ist", wie Schmid laut einem Vorstandsprotokoll sagte. Am 17. Juli habe dann die "begleitende Kontrolle" (eine externe Gesellschaft) dem Vorstand mitgeteilt, dass sich die Skylink-Kosten auf 657 Mio. Euro deutlich erhöhen würden, schreibt das Blatt. Die Flughafen-Aktionäre wurden aber erst am 21. August informiert.