Sparbuch „nicht nachgefragt“. Hypo NOE-Vorstandssprecher Viehauser erklärt, warum seine Bank, wie die NÖN berichtete, keine Sparbücher mehr anbietet.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 11. Februar 2020 (01:00)
Hypo NOE-Vorstandssprecher Wolfgang Viehauser
Hypo

Dass die Hypo NOE als erste klassische Bank in Österreich das Sparbuch abschafft, wie die NÖN exklusiv berichtete, hat hohe Wellen geschlagen. Mit dem großen Feedback hat Wolfgang Viehauser, Vorstandssprecher der Hypo NOE, nicht gerechnet. „Aber es hat unseren Bekanntheitsgrad vermutlich erhöht“, sagt Viehauser schmunzelnd. Man sei auch nicht die erste Bank in Österreich, die keine Sparbücher mehr anbietet – es gebe Banken wie die ING, die auch Niederlassungen hat, aber keine Papier-Sparbücher ausgibt.

Die Kundenberater in den eigenen Hypo NOE-Filialen waren laut Viehauser kaum mit Kundenfeedback konfrontiert. „Es gab nur ein paar Nachfragen dazu, was mit bestehenden Sparbüchern passiert. Die behalten natürlich ihre Gültigkeit.“

Warum sich seine Bank dazu entschlossen habe, keine neuen Sparbücher auszugeben: „Das Papier-Sparbuch wurde einfach nicht mehr nachgefragt.“ Seit 2016 sei die Anzahl an neu ausgegebenen „analogen“ Sparbüchern auf ein Sechstel zurückgegangen. „Die Kunden lassen wegen der niedrigen Zinsen ihr Geld eher auf dem Konto liegen als dass sie auf die Idee kommen, ein Sparbuch anzulegen.“ Aus Einsparungsgründen habe man sich nicht dazu entschieden, betont Viehauser – durch die geringe Anzahl seien sie nicht ins Gewicht gefallen.