Wirtschaftsbund: Kampagne für flexiblere Arbeitszeiten. Der Wirtschaftsbund Niederösterreich (WBNÖ) startet eine Kampagne für flexiblere Arbeitszeiten.

Von APA Red. Erstellt am 01. Februar 2017 (15:52)
NOEN, Marschik
Sonja Zwazl

"Wir haben individuelle Unternehmen und die brauchen individuelle Lösungen", erklärte Landesgruppenobfrau Sonja Zwazl. Gefordert werden eine Ausweitung der täglichen Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden bzw. der wöchentlichen Höchstarbeitszeit auf 60 Stunden, durchgerechnet auf zwei Jahre.

Zwazl, Präsidentin der NÖ Wirtschaftskammer, verwies in einer Pressekonferenz am Mittwoch darauf, dass die Sozialpartner von Bundeskanzler und Vizekanzler den Auftrag bekommen hätten, ein Modell für wirtschaftsgerechte Arbeitszeiten zu erarbeiten: "Uns ist es wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass die Arbeitszeitflexibilisierung ein Thema für ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen ist." Es gehe nicht um eine Erhöhung der Arbeitszeit.

Laut der Aussendung hätten sich in einer Befragung 84 Prozent der Unternehmer und Arbeitnehmer für mehr Gestaltungsfreiraum auf betrieblicher Ebene ausgesprochen. Eine Flexibilisierung würde die Zufriedenheit der Mitarbeiter heben und die Produktivität steigern, meinten demnach 91 Prozent der Unternehmer.

Das Motto der Kampagne lautet "Zeit wird's!" (www.zeitwirds.info). NÖ Wirtschaftsbundfunktionäre werden im Land unterwegs sein, um zu informieren und um Unterstützung für die Forderungen zu werben, sagte Direktor Harald Servus.