Starker Osten, schwache Schweiz . Die meisten NÖ Exporte gingen 2016 nach Deutschland. Stärkster Rückgang: Schweiz.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 21. Juli 2017 (05:56)
APA (Archiv/dpa)
Hauptpreistreiber war Benzin

Deutschland ist auch 2016 absoluter Spitzenreiter, was die Exporte NÖs angeht. Das geht aus der aktuellen Exportstatistik hervor. Waren im Wert von 5,8 Mrd. Euro exportierten heimische Betriebe zu den Deutschen.

Deutlich gesunken ist das Exportvolumen in die Schweiz, und zwar um 24,4 Prozent. Dieser Rückgang geht laut ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes, vor allem auf die Warengruppe Luftfahrzeuge zurück. ecoplus International vermutet das Auslaufen von Wartungsverträgen. Stark waren die Ost-Länder: Mit der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen, der Slowakei und Slowenien sind fünf Länder aus dem Osten in den Top Ten der NÖ Exportländer.

Insgesamt hat NÖ das vierte Jahr in Folge die 20-Mrd.-Euro-Exportmarke überschritten. 2016 lag das Volumen bei 20,1 Mrd. Euro. Gegenüber 2015 (20,5 Mrd. Euro) sind die Exporte gesunken. VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav ist zufrieden mit dem Ergebnis 2016 – NÖ habe nach Oberösterreich die größte heimische Exportwirtschaft. „2017 zeigen die ersten drei Monate klar nach oben, wie ein Blick auf die österreichische Exportstatistik 2017 zeigt. Die Wirtschaft in Osteuropa boomt, die BIP-Wachstumsraten sind beeindruckend. Osteuropa bleibt für NÖ 2017 die wichtigste Export-Region“, so Bohuslav, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und IVNÖ-Präsident Thomas Salzer zum Ausblick 2017.

 NÖ Exportländer

Top Ten 2016 (gerundet):

1. Deutschland: 5,8 Milliarden Euro (+0,7 % zu 2015)

2. Tschechische Republik: 1,2 Mrd. Euro (+0,01 %)

3. Italien: 1,2 Mrd. Euro (+ 0,6 %)

4. USA: 1,0 Mrd. Euro (+ 9,23 %)

5. Ungarn: 998 Mio. Euro (+1,8 %)

6. Polen: 859 Mio. Euro (+1,2 %)

7. Frankreich: 770 Mio. Euro (-3,7 %)

8. Schweiz: 796 Mio. Euro (-24,4 %)

9. Slowakei: 720 Mio. Euro (+0,25 %)

10. Slowenien: 488 Mio. Euro (-15,8 %)