Staudinger lenkt ein. Crowdfunding / Nachdem der Schuherzeuger juristisch abgeblitzt ist, wartet er mit Nachrangdarlehen für Geldgeber auf.

Von Heinz Bidner. Erstellt am 03. Februar 2014 (13:30)
»Wir versuchen, einen eigenen Genossenschaftsverband zu gründen«, so Staudinger. Foto: APA/Techt
NOEN, APA/Techt
Von Heinz Bidner

Heini Staudinger, Chef des Schremser Schuherzeugers und -händlers Waldviertler/GEA, muss vorerst doch klein beigeben. Er hatte sich wegen seines bankähnlichen Einlagenmodells zur Kapitalbeschaffung mit der Finanzmarktaufsicht (FMA) angelegt und ist am juristischen Weg unterlegen.

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Anfang Jänner hat er der FMA schließlich – um einer teuren Prospektpflicht bei einer alternativen Anleihenbegebung zu entgehen – ein Modell für ein Nachrangdarlehen vorgelegt. Das Problem: Im Insolvenzfall wären die bis dato 197 Darlehensgeber mit knapp 3 Millionen Euro benachrangt und würden quasi ganz durch die Finger schauen.

Nun verstärkte Transparenz und regelmäßige Berichte

Staudinger wollte daher eine Bürgschaft abgeben, was laut FMA in dieser Form aber nicht erlaubt sei. Jetzt hat er für die Umsetzung seines Modells ohne Bürgschaft um Fristverlängerung bis Ende April angesucht.

Staudinger will dafür nun verstärkte Transparenz an den Tag legen und allen Geldgebern regelmäßig über die wirtschaftliche Situation Bericht erstatten.

Parallel arbeitet er an der Gründung eines Genossenschaftsverbandes. Für ein Bürger-Direktdarlehen will er ebenfalls weiter kämpfen.