Podiumsdiskussion: Wertschätzung in der Wirtschaft. Als Schlussveranstaltung der von der Wirtschaftskammer NÖ ins Leben gerufenen „Woche der Wertschätzung“ wurde gestern Donnerstag eine Podiumsdiskussion im Stift Göttweig veranstaltet. Viele Vertreter der niederösterreichischen Wirtschaft fanden sich ein, um über das Thema Wertschätzung und dessen Anwendbarkeit in der heimischen Wirtschaft zu diskutieren.

Von Sophie Seeböck. Erstellt am 18. Oktober 2019 (14:25)
David Schreiber
Johann Ostermann (Obmann der Wirtschaftsplattform Bucklige Welt), Ingeborg Dockner (Dockner Ges.m.b.H.), Helmut Schwarzl (Geberit Produktions GmbH & Co KG), Bettina Glatz-Kremsner (Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H.), WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Moderator Thomas Birgfellner.

Verbessertes Arbeitsklima, gestärkte Bindung zum Unternehmen, stärkerer Zusammenhalt und höhere Motivation – das alles sind positive Aspekte die, laut der Wirtschaftskammer Niederösterreich, durch gegenseitige Wertschätzung entstehen. „Wir sind alle verantwortlich für das Klima, das wir in unserer Gesellschaft haben“, betonte WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl bei der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion im Stift Göttweig.

Bettina Glatz-Kremsner, die Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Lotterien Gesellschaft m.b.H., sprach in ihrer Keynote über Offenheit für Ideen und Kulturen als Zeichen der Wertschätzung. „Wertschätzung ist ein Grundbedürfnis, das jeder Mensch hat“, so Glatz-Kremsner.. „Wenn ich offen bin für neue Ideen, neue Kulturen, dann hat das immer auch etwas mit Wertschätzung zu tun.“ Sie forderte die Anwesenden außerdem zu Mut und Weltoffenheit auf.

Der Initiator der „Woche der Wertschätzung“ Johann Ostermann, sprach vor allem die Erwachsenen an mit Wertschätzung als gutes Vorbild für die nächste Generation voraus zu gehen. „Respekt vor jedem Menschen, jedem Beruf, jeder Arbeit“, forderte der Obmann der Wirtschaftsplattform Bucklige Welt. „Wenn Wertschätzung nicht gelebt wird, bekommen Kinder das mit“.

Auch für die Obfrau der Sparte Information & Consulting in der WKNÖ Ingeborg Dockner, ist die Vermittlung von Wertschätzung schon im Kindesalter sehr wichtig. Vor allem in Zeiten von Social Media und sogenannten Trollen im Internet, also Menschen, die online andere niedermachen, sieht sie die Verantwortung nicht mehr nur bei den Eltern, sondern auch in den Schulen.

Als Zeichen der Wertschätzung interpretierte Geberit-Geschäftsführer Helmut Schwarzl auch die Lehrlingsausbildung. Damit würden junge Menschen gefordert und gleichzeitig gefördert. „Die wichtigste Währung der Führungskraft ist die Aufmerksamkeit.“ Das beginne beim Grüßen und reiche über ehrlich gemeintes Interesse bis hin zum Bemerken und Anerkennen von Leistungen.

Am Ende der Diskussion kam das Podium zu dem Fazit: „Wir alle müssen Wertschätzung leben, müssen manchmal aber auch den Mut haben, Wertschätzung einzufordern.“ Denn: „Wertschätzung ist ein Lebenselixier“.