Technopole als Wirtschaftsmotor in Niederösterreich. Die vier Technopolstandorte in NÖ wirken sich positiv auf Region und Wirtschaft aus.

Von Linda Goldsteiner. Erstellt am 30. Juli 2019 (01:07)
Quelle: ecoplus Illustration: LIORIKI/Shutterstock NÖN-Grafik: Bischof

Niederösterreich ist nationaler und internationaler Hotspot für Wissenschaft und Forschung, davon ist Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner überzeugt. Besondere Bedeutung komme dabei den vier Technopolstandorten Krems, Wiener Neustadt, Tulln und Wieselburg zu. Die Technopole werden als regionale Zentren mit Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen von der Wirtschaftsagentur des Landes, ecoplus, betrieben. „Hier wird Wissenschaft und Forschung mit Wirtschaft und Bildung vernetzt“, so Mikl-Leitner. Dass diese Verbindung positive Effekte auf Wirtschaft und Region hat, zeigt jetzt eine Studie des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung.

So stehe jeder 76. in NÖ Beschäftigte mit den Technopolen in Verbindung. Das entspreche 1,3 Prozent der Beschäftigten im Bundesland oder 10.745 Beschäftigten (vergleichbar mit der Stadt Zwettl). Außerdem wird jeder 66. Euro in NÖ an einem Technopolstandort erwirtschaftet.

Technopole sind das „Know-how“ von NÖ

An den vier Standorten gibt es zehn Universitäten und Fachhochschulen, 24 Forschungsinstitute und 72 Unternehmen, die disziplinär zusammenarbeiten. Laut der Studie hatte NÖ als Wirtschafts- und Forschungsstandort ein rascheres Wachstum als der Bund. Für Ökonom Christian Helmenstein von Economica stehen die Technopole für das „Know-how von NÖ“.

Er hält einen Ausbau der Technopolprogramme österreichweit für sinnvoll. Die Studie ist die inzwischen dritte dieser Art. „So können wir überprüfen, ob und wie unsere Konzepte und Maßnahmen wirken“, so Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav. Im 15-jährigen Bestehen der Technopole seien von 3.617 Mitarbeitern 312 Projekte mit einem Volumen von 500 Millionen Euro entwickelt worden.