Svoboda stemmte sich gegen rückläufigen Markt. Der niederösterreichische Büromöbelhersteller Svoboda hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 (per Ende März) trotz anhaltender Krise auf dem Büromöbelmarkt behauptet.

Erstellt am 16. Mai 2013 (11:38)
NOEN, Christian Ammering (Christian Ammering)
Der Umsatz stieg gegenüber dem Jahr davor von 32 auf 33,6 Mio. Euro und das Unternehmensergebnis habe sich deutlich verbessert. "Das operative Ergebnis ist jetzt knapp im positiven Bereich", sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

"Wir sind auf einem guten Weg. Entwarnung gibt es aber erst, wenn nachhaltiges Marktwachstum in Sicht ist", teilte Geschäftsführer Horst König in einer Aussendung mit. Die Preise seien nach wie vor "massiv unter Druck".

Mit verbesserter Strategie zum "Turnaround"

Die gesamte Branche kämpft den Unternehmensangaben zufolge "die letzten Jahre mit höchst problematischen Bedingungen". Mit Ausbruch der Krise im Jahr 2009 habe sich der heimische Büromöbelmarkt um ein Viertel reduziert. Davor - im Geschäftsjahr 2007/08 - hatte Svoboda seine Verkaufserlöse noch um 30 Prozent auf 44 Mio. Euro gesteigert.

Svoboda hat seinen Firmensitz und eine Produktion in St. Pölten - daneben ist das Unternehmen an sieben weiteren Standorten in Österreich mit insgesamt 230 Mitarbeitern aktiv. Im vergangenen Jahr habe der Büromöbelhersteller ungefähr 17.000 Arbeitsplätze ausgestattet. Die Exportquote liege bei rund 15 Prozent.

Das Unternehmen, das mit acht Standorten bundesweit vertreten ist, befindet sich trotz anhaltender Krise am Büromöbelmarkt im Aufwind und konnte dank deutlich verbessertem Unternehmensergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr den Turnaround vollziehen. Zudem brachte die Strategie, neben der Serienproduktion Büromöbel individuell nach „Firmen-Persönlichkeit“ der Kunden zu fertigen, dem Traditionsunternehmen zuletzt attraktive Aufträge im In- und Ausland.

Verluste seit Markteinbruch wett gemacht

Die gesamte Branche kämpft die letzten Jahre mit höchst problematischen Bedingungen. Beim Ausbruch der Krise im Jahr 2009 hat sich der österreichische Büromöbelmarkt um ein Viertel reduziert. Ein dramatischer Schnitt, von dem sich die Branche bis heute nicht erholt hat. Relativiert man die 2012 erzielten Umsätze um die indexbedingten Preiserhöhungen, so zeigt sich bestenfalls nur eine Seitwärtsbewegung des Marktes.

Trotz dieses rauen Klimas hat es der St. Pöltner Büromöbelhersteller Svoboda geschafft, die Verluste seit dem Markteinbruch wieder wett zu machen. Durch konsequente Restrukturierung und straffes Kostenmanagement konnte man die Umsätze auf zuletzt 33,6 Mio. EUR leicht steigern und das Unternehmensergebnis sogar deutlich verbessern.