Technopole: Postive Effekte auf umliegende Regionen. Seit 15 Jahren werden in den vier "Technopolen" in NÖ Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Bildung vernetzt. Das trägt wesentlich zum Wirtschaftswachstum in den Regionen bei, zeigt jetzt eine Studie.

Von Linda Goldsteiner. Erstellt am 25. Juli 2019 (15:51)
NLK Filzwieser
(v.l.) Eva Maria Binder (Erber AG, tätig am Technopol Tulln), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Petra Bohuslav und Ökonom Christian Helmenstein (Economica Institut für Wirtschaftsforschung).

„Niederösterreich hat sich zu einem nationalen und internationalen Hotspot für Wissenschaft und Forschung entwickelt“, so die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in St. Pölten.
"Diese Erfolgsgeschichte soll auch in Zukunft fortgesetzt werden." Dafür gibt es seit 15 Jahren in Niederösterreich die sogenannten Technopole: Regionale Zentren für Bildungs- und Forschungseinrichtungen, sowie Unternehmen. 

So viele Arbeitsplätze wie Zwettl 

Dass die vier Technopol-Standorte Tulln, Wr. Neustadt, Krems und Wieselburg in den letzten Jahren positive Effekte auf Wirtschaft und Region hatten, zeigt jetzt eine Studie des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung. 

So stehe zum Beispiel jeder 76. in Niederösterreich Beschäftigte mit den Technopolen in Verbindung. Das entspreche 1,3 Prozent der gesamten Beschäftigten im Bundesland – 10.745 Beschäftigte in Köpfen .Dies entspricht in etwa den Einwohnern der Stadt Zwettl. Außerdem seien rund 1,5 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung in Niederösterreich auf Technopole zurückzuführen. 

Foto Tschank
Einer der vier Technopol-Standorte: Das Technologie- und Forschungszentrum in Wiener Neustadt

Laut der Studie verzeichnet Niederösterreich als Wirtschafts- und Forschungsstandort außerdem ein rascheres Wachstum als der Bund. Ökonom Christian Helmenstein vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung hält zukünftig einen Ausbau der Technopole in ganz Österreich für sinnvoll. 

In den 15 Jahren seit Bestehen der Technopole wurden 312 Projekte mit einem Volumen von 500 Millionen Euro entwickelt.