Telekom Austria musste im Halbjahr Federn lassen. Die Telekom Austria muss heuer etwas kleinere Brötchen backen als geplant. Der Umsatz soll im Gesamtjahr bei 4,5 Mrd. Euro liegen, bei der Präsentation der Zahlen für das 1. Quartal wurden noch 4,6 Mrd. Euro angepeilt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nun bei 1,55 statt 1,6 Mrd. Euro liegen.

Erstellt am 17. August 2011 (12:25)

Die Telekom Austria muss heuer etwas kleinere Brötchen backen als geplant. Der Umsatz soll im Gesamtjahr bei 4,5 Mrd. Euro liegen, bei der Präsentation der Zahlen für das 1. Quartal wurden noch 4,6 Mrd. Euro angepeilt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll nun bei 1,55 statt 1,6 Mrd. Euro liegen.

Damit habe der Konzern auf die Währungsabwertung in Weißrussland reagiert, wo die Telekom die Tochter Velcom betreibt. "Die starke operative Leistung in Weißrussland wurde von der 54-Prozent-Abwertung des weißrussischen Rubel überschattet", so der Konzern.

Der Rückgang der Umsatzerlöse und des bereinigten Ebitda führt Telekom-Chef Hannes Ametsreiter auf "regulatorische Effekte, das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld und den starken Wettbewerb" zurück. Demgegenüber stünde ein Kundenwachstum dank des Booms bei mobilem Breitband und Smartphones sowie der Erfolg der Bündelprodukte aus Festnetz, Mobilfunk und Internet. An der Mindestdividende von 0,76 Euro werde jedenfalls nicht gerüttelt.

Im zweiten Quartal 2011 ist es bei der Telekom im Jahresvergleich ebenfalls durchwachsen gelaufen. Der Gewinn je Aktie brach um 70,1 Prozent auf 0,05 Euro ein. Der Mitarbeiterstand der Telekom Austria Group, also mit den Töchtern in Südosteuropa, stieg um drei Prozent auf 17.032 Personen.

Die Telekom Austria wendete im 1. Halbjahr 219 Mio. Euro für Restrukturierungsmaßnahmen, sprich für den Personalabbau, auf. Von Jänner bis Juli wurden 647 Mitarbeiter abgebaut, 577 davon durch Sozialpläne.

Ametsreiter sagte zum aktuellen Skandal über die Kursmanipulationen im Jahr 2004, er sei über die Situation "schockiert" und trete für eine lückenlose Aufklärung und volle Transparenz ein. Gleichzeitig betonte er, "der heutige Vorstand hat mit den Machenschaften der Vergangenheit nichts zu tun".