Novomatic schüttet Dividende an Graf aus. Wie der "trend" berichtet, hat der Glücksspielkonzern Novomatic für die Jahre 2018 und 2019 eine Dividende an seinen Alleineigentümer und Multimilliardär Johann Graf ausgeschüttet, obwohl 3.200 Mitarbeiter in Kurzarbeit sind.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 18. Juni 2020 (11:41)
Novomatic-Zentrale in Gumpoldskirchen.
APA/Robert Jäger

Die Hauptversammlung hat demnach Ende März beschlossen, von einem Gewinn von 402,3 Mio. Euro (2018 und 2019) 50 Mio. Euro an die Novo Invest GmbH und die Novo Swiss AG, beide im Eigentum von Graf, auszuschütten, beruft sich das Magazin auf Angaben im Firmenbuch. Graf habe das Geld am 30. April ausbezahlt bekommen.

Dazu angefragt teilte die Novomatic dem "trend" mit: "Grundsätzlich betreibt die Novomatic eine sehr konservative Ausschüttungspolitik zugunsten einer hohen Liquidität im Unternehmen und damit zur Sicherung des Unternehmensstandorts und der damit verbundenen Arbeitsplätze."

Und weiter: "Es ist bekannt, dass einander Ausschüttung von Dividenden und Kurzarbeit nicht ausschließen, denn die Kurzarbeit dient ausschließlich der Sicherung und Erhaltung der Arbeitsplätze, was immer ein klares Ziel von Novomatic war und ist." Der Konzern verweist in seinem Statement außerdem darauf, dass wegen Corona nahezu alle Spielstätten geschlossen werden mussten und man mithilfe der Kurzarbeit Kündigungen vermeide.

Die SPÖ und die AK fordern einen Dividendenstopp, wenn Kurzarbeit oder andere staatliche Hilfen lukriert werden. Die Regierung aus ÖVP und Grünen hat ein dahingehend angekündigtes Maßnahmenpaket bisher nicht beschlossen.