Frisör "Klier" mit fünf NÖ-Filialen in Konkurs. 35 Geschäfte in Österreich gehören zu Frisör-Kette "Klier" – darunter Filialen in Schrems, Wiener Neustadt, Vösendorf, Gerasdorf und Zwettl. Beschäftigt sind 281 Mitarbeiter. Inhaberin meldete nach Umsatzrückgang in der Krise Konkurs an.

Von Lisa Röhrer und APA . Erstellt am 16. Oktober 2020 (13:09)
Africa Studio/shutterstock.com

Die Frisör-Kette „Klier“ mit Sitz in Bergheim (Salzburg) meldete ein Konkursverfahren an. Das gab der KSV1870 bekannt. Das Verfahren wurde beim Landesgericht Salzburg eröffnet.
Betreffen könnte das auch Filialen in Niederösterreich. 

Beschäftigt sind bei der Klier GmbH in Österreich 281 Mitarbeiter. Sie betreibt hier 35 Geschäfte. 30 davon laufen unter dem Namen „Frisör Klier“, vier heißen „Friseur der kleinen Preise“ und ein Geschäft hat den Namen „Cut and Colour“. In Niederösterreich sind es fünf Filialen: Schrems, Wiener Neustadt, Vösendorf, Gerasdorf und Zwettl.  

Die Schuldnerin sei zwar zahlungsfähig und verfüge über liquide Mittel, habe sich in Folge der Corona-Krise aber überschuldet. Als Gründe dafür werden die Absage von Feierlichkeiten und veränderter Buchungsrhythmus der Kundschaft genannt, die zu Umsatzrückgängen geführt haben.

Die Höhe der Passiva steht, laut APA, derzeit noch nicht fest. Ob - und wenn ja, wie viele - Filialen geschlossen werden müssen, hänge von den möglichen Reorganisationsmaßnahmen ab und stehe noch nicht fest, hieß es vonseiten des Kreditschutzverbandes KSV1870 gegenüber der APA. Von der Insolvenz sind rund 70 Gläubiger betroffen.

Ende des Vorjahres soll die Bilanz nach Angaben der Schuldnerin ein positives Eigenkapital von 156.006 Euro und eine Eigenkapitalquote von 11,84 Prozent aufgewiesen haben. Die Verbindlichkeiten wurden in der Bilanz Ende 2019 mit rund 674.000 Euro ausgewiesen. Es sind Rückstellungen gebildet und Aktiva vorhanden.

Deutsche Muttergesellschaft soll saniert werden

Die Deutsche Muttergesellschaft und Alleingesellschafterin - die Klier Hair Group - hat als größte Friseurkette Deutschlands Anfang September ein Schutzschirmverfahren angestrebt, um eine Sanierung in Eigenregie durchzuführen. Die Auslandsgesellschaften in Österreich, Tschechien und der Slowakei waren davon zunächst nicht betroffen gewesen.