NÖM schließt Werk Hartberg. Molkereikonzern sperrt steirisches Werk und baut dafür Baden um 12 Millionen Euro aus. Zwettl bleibt.

Von Heinz Bidner. Erstellt am 01. September 2014 (09:44)
NOEN, MGN
Die Milchgenossenschaft NÖ (MGN) feiert am 1. September ihren 85. Geburtstag. Einen Lokalaugenschein auf der NÖM-Baustelle in Baden gab es schon vorab (v. l.): Leopold Gruber-Doberer (MGN), Johann Krendl (MGN), Erwin Hameseder (Raiffeisen-Holding NÖ-Wien), Alfred Berger (NÖM), Josef Simon (NÖM).

Der zweitgrößte heimische Molkereikonzern, die NÖM AG in Baden, dreht an der Effizienzschraube. Bis November sollen am Stammsitz in Baden rund 12 Millionen Euro für 2.500 Qudadratmeter Produktionsfläche investiert werden, erklärt Leopold Gruber-Doberer, Geschäftsführer des NÖM-Miteigentümers MGN (Milchgenossenschaft NÖ) gegenüber der NÖN. Damit soll die Produktionsfläche um ein Fünftel vergrößert werden. Hintergrund sind Effizienzsteigerungen durch die Schließung des angemieteten Werks in Hartberg und die erwartet höhere Milchanlieferung durch das Auslaufen der Milchquotenregelung am 31. März 2015.

Standort Zwettl bleibt

Die Produktionsverlagerung aus der Steiermark – Topfen und Frischkäse – soll von Dezember 2014 bis ins erste Quartal 2015 schrittweise erfolgen. „Die Hälfte der 22 Mitarbeiter wird mit nach Baden gehen“, weiß Gruber-Doberer. Die Butter-Produktion in Zwettl (22 Mitarbeiter) soll bleiben.

Die MGN ist mit 20,17 Prozent an der NÖM (450 Mitarbeiter) beteiligt, den Rest hält die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien. Gegründet wurde die MGN vor 85 Jahren. In ihr sind 3.500 Milchbauern zusammengeschlossen, welche jährlich über 380 Millionen Kilogramm Milch an die NÖM liefern.