UNIQA erhöht heuer Kapital um 500 Millionen Euro. Der börsenotierte UNIQA-Versicherungskonzern erhöht heuer das Kapital um 500 Mio. Euro, das Angebot richtet sich nur an Altaktionäre. Es handle sich bei der jetzigen Kapitalmaßnahme um einen "Zwischenschritt" für die für 2013/2014 geplante Kapitalerhöhung. Das Jahr 2011 schloss die UNIQA wegen Griechenland-Abschreibungen und Aufwendungen für die Neuausrichtung mit Verlust.

Erstellt am 27. April 2012 (13:43)

Der börsenotierte UNIQA-Versicherungskonzern erhöht heuer das Kapital um 500 Mio. Euro, das Angebot richtet sich nur an Altaktionäre. Es handle sich bei der jetzigen Kapitalmaßnahme um einen "Zwischenschritt" für die für 2013/2014 geplante Kapitalerhöhung. Das Jahr 2011 schloss die UNIQA wegen Griechenland-Abschreibungen und Aufwendungen für die Neuausrichtung mit Verlust.

"Wir halten an einem Re-IPO zur Erhöhung des Streubesitzes uneingeschränkt fest", sagte UNIQA-Chef Andreas Brandstetter bei der Bilanzpressekonferenz. Man brauche Kapital für die weitere Expansion in Mittel- und Osteuropa. Die Kernaktionäre Raiffeisen Zentralbank (RZB) und Austria Privatstiftung werden ihre Bezugsrechte voll ausüben. Der Streubesitz liegt laut Firmencompass bei 9,5 Prozent.

Das EGT der UNIQA lag 2011 bei minus 325,6 Mio. Euro, nach plus 141,8 Mio. Euro, das Konzernergebnis bei minus 245,6 Mio. Euro (nach +42,3 Mio. Euro). Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, für 2011 keine Dividende auszuschütten.

Im Ergebnis des Jahres 2011 seien "erhebliche Einmaleffekte" enthalten. Die Abschreibungen auf griechische Staatspapiere lagen netto bei 348 Mio. Euro, die Aufwendungen für die Neuausrichtung der UNIQA-Group - inklusive Abschreibungen auf Beteiligungen - bei 175,8 Mio. Euro. Positiv auf das Ergebnis wirkte sich eine Änderung der Rückversicherungsstrategie mit 40 Mio. Euro im Ergebnis enthalten.

Aufgrund der volatilen Kapitalmärkte sei derzeit nicht absehbar, ob man zum Zeitpunkt des geplanten Re-IPO im Jahr 2013 ein attraktives Kapitalmarktumfeld vorfinden werde. Um die sich derzeit bietenden Wachstumschancen in Zentral- und Osteuropa (CEE) jetzt nutzen zu können, werde daher die heurige Kapitalerhöhung geplant. Die dafür notwendigen Grundsatzbeschlüsse seien in der gestrigen Aufsichtsratssitzung gefasst worden.