UNIQA peilt für 2013 weitere Gewinnsteigerung an. Der UNIQA-Versicherungskonzern verfolgt nach Angaben von Vorstandschef Andreas Brandstetter "weiter sehr konsequent mit allen Mitteln das Ziel" eines Secondary Public Offering, also einer Kapitalerhöhung über die Börse. Das Kapital brauche man zur Finanzierung des weiteren Wachstums, sagte der CEO beim Bilanzpressegespräch am Donnerstag. In fast allen Ländern ist die UNIQA 2012 größer geworden.

Erstellt am 11. April 2013 (12:53)

Dabei wird die Lebensversicherung aber auch 2013 kaum zulegen können, das Wachstum kommt derzeit aus der Sach- und der Krankensparte. Expandieren will die UNIQA primär organisch, schließt aber Zukäufe nicht aus. Der Reorganisations-Personalabbau um 600 Leute im Konzern ist fast "durch": Nach 200 in der Zentrale in Wien fallen weitere 185 Jobs in den Bundesländern weg, der Rest im Konzern insgesamt.

Die Konzernstruktur sei jetzt "fit für die Börse", betonte Brandstetter zu den erledigten Umstrukturierungen und der erfolgten Sanierung des Beteiligungsbereichs. Für ein mögliches "Re-IPO", mit dem der Streubesitz von derzeit unter 8 Prozent auf bis zu 49 Prozent erhöht werden könnte, wartet der UNIQA-Chef auf ein "richtiges, attraktives Fenster".

Beim Gewinn wirken sich die Konzern-Umgründungen erst in der Bilanz 2013 aus, sagte Finanzvorstand Hannes Bogner. Dementsprechend werde dann für heuer die adäquate Vergleichszahl beim Konzernergebnis von 2012 auf 170 Mio. Euro lauten und nicht die jetzt für das Vorjahr gemeldeten 130 Mio. Euro. Andererseits wurden bereits 2011 für die Reorganisation 100 Mio. Euro rückgestellt; rechnet man die heraus, sind die Verwaltungskosten 2012 um 7 Prozent gesunken und nicht wie jetzt vermeldet um 27 Prozent (auf 363 Mio. Euro), so Bogner.

Wegen der niedrigen Zinsen sucht - "wie alle Versicherer" - auch die UNIQA nach neuen Investment-Möglichkeiten für die Veranlagung, sagte Bogner. Dabei sei an Infrastruktur-Finanzierungen, aber auch an Alternative Energien und (Strom-)Netze gedacht.