UNOS stellen sich mit 48 Fraktionen der Wahl. Mit dem Ziel einer serviceorientierten und entpolitisierten Wirtschaftskammer wollen die UNOS bei den Wirtschaftskammer-Wahlen punkten.

Von Sabrina Luger. Erstellt am 24. Februar 2020 (15:45)
UNOS-Landessprecher Jürgen Margetich, NEOS-Wirtschaftssprecher Helmut Hofer-Gruber
Karl Stadler

Am Montagvormittag haben die UNOS Niederösterreich ihre Schwerpunkte für die Wirtschaftskammerwahl präsentiert. Die WK-Fraktion der NEOS, UNOS (Unternehmerisches Österreich) stellt sich mit 13 Kandidaten aus Niederösterreich der WK-Wahl vom 2. bis 4. März. Im Jahr 2015 trat UNOS zum ersten Mal zur Wahl. Die Fraktion hat 79 Mandatare in 48 Fachgruppen.

„Man schaut auf den Opernball und sieht dort den Wirtschaftskammerpräsident Mahrer sitzen in einer 24.000 Euro teuren Loge. Das ist etwas, das wir Unternehmer uns nur schwer vorstellen können. Sicher nicht die Art und Weise wie wir vertreten werden wollen“, betont der UNOS-Landessprecher Jürgen Margetich bei einem Gespräch mit Journalisten. Er verweist dabei auf das Ziel der UNOS, die Zwangsmitgliedschaft für Unternehmer bei der Wirtschaftskammer stufenweise abzuschaffen. So soll, laut Margetich, eine Wirtschaftskammer, ähnlich wie die Freiwilligenkammer in Luxemburg oder der ÖAMTC, durch Service und Leistung bei den Mitgliedern überzeugen.

Bislang sei die WK zu stark politisiert. Der UNOS-Landessprecher kritisiert: „Wir finden uns mit einer überbürokratisierten Organisation konfrontiert die sich gefällig der Politik zur Verfügung stellt.“ Er betont, dass die WK keine Vorfeldorganisation der ÖVP ist aber für politische Zwecke instrumentalisiert würde.

UNOS fordert außerdem mehr Transparenz, wenn es um die Finanzen der WKO geht. Auch das Umlagesystem, das in jedem Bundesland unterschiedlich hohe Beiträge einfordert, möchte man laut UNOS vereinfachen. Weitere Ziele sind unter anderem die Lehre attraktiver zu gestalten und die Gewerbeordnung zu modernisieren.

Durch ein neues Modell der Wirtschaftskammer „WKO Neu“ möchte UNOS besonders kleine Betriebe von Bürokratie und Kosten entlasten. Das soll, laut den UNOS, durch den Entfall der SV-Beiträge für den ersten Dienstnehmer, die Abschaffung der Kammerumlage 2, des Interessentenbeitrags und der Einschaltung in der Wiener Zeitung, sowie dem Ausbau der Breitbandinfrastruktur passieren.