Urlaub in Österreich immer beliebter. Der heimische Tourismus hat heuer im ersten Halbjahr die Zahl der Urlaubernächtigungen auf Vorjahresniveau gehalten. Die Zahl der Ankünfte erhöhte sich vorläufigen Berechnungen der Statistik Austria zufolge um 2,8 Prozent auf 16,71 Millionen. Die Zahl der Nächtigungen nahm nur um 0,4 Prozent auf 64,11 Millionen zu. Die Urlauber haben ihre Aufenthalte in Österreich weiter verkürzt.

Erstellt am 25. Juli 2011 (16:20)

Der heimische Tourismus hat heuer im ersten Halbjahr die Zahl der Urlaubernächtigungen auf Vorjahresniveau gehalten. Die Zahl der Ankünfte erhöhte sich vorläufigen Berechnungen der Statistik Austria zufolge um 2,8 Prozent auf 16,71 Millionen. Die Zahl der Nächtigungen nahm nur um 0,4 Prozent auf 64,11 Millionen zu. Die Urlauber haben ihre Aufenthalte in Österreich weiter verkürzt.

Besonders schmerzlich wirkte sich die Zurückhaltung der Deutschen und der Briten aus. Die Übernachtungen der deutschen Urlauber sanken heuer gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 deutlich um 3,7 Prozent auf 24,18 Millionen. Die Briten sorgten nur noch für 1,93 Millionen Übernachtungen (minus 4,8 Prozent).

Es gab aber auch kräftige Zuwächse - die höchsten bei den Urlaubern aus Russland (plus 25,4 Prozent), der Schweiz (plus 12,3 Prozent) und Belgien (plus 6,5 Prozent). Insgesamt stiegen die Übernachtungen der ausländischen Urlauber in den ersten sechs Monaten um 0,3 Prozent auf 47,47 Millionen und jene der Inländer geringfügig stärker um 0,5 Prozent auf 16,64 Millionen.

Die Österreich-Urlauber haben einen leicht zunehmenden Hang zum Luxus: In den Vier- und Fünf-Sterne-Hotels nahm die Zahl der gebuchten Übernachtungen laut Statistik Austria um 0,6 Prozent zu. Daraus ergibt sich ein Marktanteil von 35 Prozent. Gleichzeitig brachen die Übernachtungen in Privatunterkünften um 4,6 Prozent ein und stellten einen Anteil von nur etwa 13 Prozent.

Wien darf sich über ihr bisher bestes Halbjahresergebnis freuen. Mit 5,08 Mio. Gästenächtigungen zwischen Jänner und Juni stieg der Wert gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 um 5,3 Prozent. Die Bundeshauptstadt könnte sogar vom anhaltenden Schlechtwetter mit Regen und viel zu kühlen Temperaturen profitieren. Aufgrund der unwirtlichen Situation würden sich einige Urlauber, die eigentlich in anderen Bundesländern Erholung suchten, für einen kurzfristigen Besuch der Bundeshauptstadt entscheiden, so Tourismus-Sprecherin am Montag auf APA-Nachfrage.