Verbund-Konzerngewinn stieg im Halbjahr. Der börsenotierte Stromerzeuger Verbund hat im ersten Halbjahr 2012 den Konzerngewinn im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12,4 Prozent auf 198,2 Mio. Euro (176,3 Mio. Euro) gesteigert.

Erstellt am 25. Juli 2012 (09:33)

Der operative Gewinn legte um 11,9 Prozent auf 434,7 Mio. Euro (388,7 Mio. Euro) zu, teilte das Unternehmen am Mittwoch ad hoc mit. Der Umsatz stieg um 7,0 Prozent auf 1.562,8 (1.460) Mio. Euro. Die Nettoverschuldung fiel im Gegenzug von 103 Prozent auf 89,7 Prozent. Für das Gesamtjahr geht der Verbund nun unter der Annahme einer durchschnittlichen Wasserführung im zweiten Halbjahr von einem operativen Gewinn von rund 800 Mio. Euro - nach 1.001,6 Mio. Euro 2011 - und einem Konzernergebnis von 350 Mio. Euro - unverändert zu 2011 (352,6 Mio. Euro) - aus. "Bei einer weiteren Verschlechterung der gesamt- und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa können aber negative Ergebniseffekte im 2. Halbjahr 2012 nicht ausgeschlossen werden", heißt es in der Aussendung. "Circa 50 Prozent" des Gewinns sollen als Dividende ausgeschüttet werden.

Zu dem starken Gewinnanstieg im ersten Halbjahr hat vor allem die gute Wasserführung der heimischen Flüsse beigetragen. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft lag um 9 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt und um 26,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Außerdem seien die langfristig fixierten Preise mit durchschnittlich 56 Euro/MWh um 12,3 Prozent höher gelegen als 2010. Die Spotmarkt-Preise seien hingegen um 18,9 Prozent auf 42,75 Euro/MWh gefallen. Schlechter lief es in der Stromerzeugung aus Gas: Das im Juni eröffnete Gaskraftwerk Mellach wurde um 52,2 Mio. Euro abgewertet.