Verbund möchte Dürnrohr verkaufen. Eine Abgabe des vor der Stilllegung stehenden Kraftwerkblocks wird nicht ausgeschlossen.

Von Gina Christof. Erstellt am 10. Juni 2014 (10:01)
NOEN, EVN

„Wenn es Interessenten gibt, steigen wir jederzeit in ein Gespräch ein – wir sind offen“, sagt Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber. Derzeit seien jedenfalls Vorbereitungen zur Schließung des vom Verbund betriebenen Kraftwerkblocks in Dürnrohr – der zweite gehört der EVN – am Laufen.

Die rund 80 Mitarbeiter würden in anderen Einheiten oder Sozialplanmodellen, wie Altersteilzeitmodellen, unterkommen. „Ich kann aber nicht garantieren, dass auch alle in NÖ eingesetzt werden“, sagt Anzengruber.

Kohlekraftwerk zu alt

Hauptgrund für die bevorstehende Stilllegung sei, dass das 30 Jahre alte Kohlekraftwerk nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden könne, so Anzengruber. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren wäre das technische Ende hier einfach vorverlegt worden.

Generell sei die Lage in Europa kritisch. So würden Prognosen zeigen, dass bei den Strompreisen ab 2017/18 massive Anstiege von bis zu 50 Prozent zu erwarten sind. Gründe dafür wären das Wegfallen der Nuklearenergie in Deutschland und die Schließungen von Kohlekraftwerken.