Mehr Registrierungsstellen für E-Card. Ab Mitte März werden in Amstetten, Zwettl, Krems und Mistelbach zusätzliche E-Card Registrierungsstellen eingerichtet. Das kündigt Innenminister Karl Nehammer nach Verhandlungen mit dem Wirtschaftsbund an.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 23. Februar 2020 (12:01)
Innenminister Karl Nehammer (Mitte) kündigt neue E-Card-Registrierungsstellen an. Im Bild mit Wirtschaftsbund-Landesobmann Wolfgang Ecker (links) und Wirtschaftsbund-Direktor Harald Servus.
WBNÖ/Denk

Seit Anfang des Jahres werden E-Cards mit Fotos der Versicherten versehen. Österreichische Staatsbürger bekommen sie automatisch zugeschickt. Der Aufwand für Mitarbeiter und Selbstständige aus dem Ausland ist höher: Sie müssen sich bei Arbeitsantritt identifizieren und die E-Card mit Foto persönlich abholen – und zwar beim Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl in St. Pölten, Bruck oder Wiener Neustadt. Davon besonders betroffen sind die über 20.000 selbstständigen Personenbetreuerinnen in NÖ.

„Für die Mitarbeiter im Wein- und Waldviertel sowie im Westen des Landes ist der Weg zur Registrierung oft eine Tagesreise“, erklärt Wirtschaftsbund-Obmann Wolfgang Ecker. Innenminister Karl Nehammer sagte nun zu, dass zusätzliche Registrierungszentren in den Polizeidienststellen in Amstetten, Zwettl, Krems und Mistelbach geschaffen werden. In Betrieb gehen sie Mitte März.

Wirtschaftsbund-Direktor Harald Servus sieht die Registrierung bei den Polizeidienststellen aber nur als Übergangslösung. Bei einem „Runden Tisch“ mit dem Innenministerium, dem Land, dem Gemeindebund und der Österreichischen Gesundheitskasse soll eine dezentrale Lösung gefunden werden. Möglich wäre, dass die Registrierung künftig in den ÖGK-Außenstellen erfolgt.