Verhandlungen über KBA-Jobabbau starten. Restrukturierung / Der angeschlagene deutsche Druckmaschinen- Produzent startet Gespräche zu Streichungen in den Werken in NÖ.

Von Heinz Bidner. Erstellt am 15. Januar 2014 (09:00)
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Der Druckmaschinen-Produzent KBA will in den nächsten Wochen Details zum Jobabbau verhandeln.KBA
NOEN, KBA
Von Heinz Bidner

Diesen Montag sollte K&B Mödling AG-Geschäftsführer Leopold Achatz dem Würzburger Konzernvorstand seine Ideen präsentieren. Als Themen gelten der geplante Abbau von bis zu 460 der knapp 760 Mitarbeiter in Maria Enzersdorf und Ternitz samt teilweiser Produktionsverlagerung nach Deutschland.

Verhandlungen in den nächsten Wochen

Dafür wurde für eben diesen Montag eine außerordentliche Sitzung der Aktionäre der niederösterreichischen Tochter einberufen – 99,9 Prozent hält die deutsche König&Bauer AG, den Rest der Maria Enzersdorfer Wolfgang Schischek. Auch der Aufsichtsrat sollte tagen.

Achatz, der sich mittlerweile nicht mehr öffentlich äußern darf, hat noch vergangenen Dienstag gegenüber der Presseagentur APA gemeint, er wolle den avisierten Jobabbau auf „unter 200“ drücken und alternative Konzepte erarbeiten.

„Am Montag geht es darum, Details mit Herrn Achatz zu besprechen und wie man auf diese Zahlen gekommen ist“, sagt der deutsche Konzernkommunikationschef Klaus Schmidt gegenüber der NÖN. Entscheidung werde es noch keine geben. Die Verhandlungen würden über die nächsten Wochen laufen.

„Österreich blutet nicht für Deutschland“

Konzernweit sollen heuer und 2015 zwischen 1.100 und 1.500 Jobs gestrichen werden. Wie viele es in NÖ konkret werden, sei noch offen, meint Klaus Schmidt: „Es werden aber kaum unter 200 sein.“

„Es ist aber keinesfalls so, dass Österreich für Deutschland blutet“, sagt der Kommunikationschef zur KBA Mödling, die zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Töchtern im Konzern zählt (siehe NÖN-Bericht Woche 1/2014).

„In den deutschen Werken haben wir in den letzten vier Jahren schon über 2.000 von 8.000 Mitarbeitern abgebaut, während in Österreich fast nichts abgebaut worden ist“, erklärt Schmidt.