„Europaspange“ für Anbindung des Wald- und Weinviertels. Land NÖ schlägt erstmals Ost-West-Variante für Waldviertelautobahn vor.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 20. Mai 2018 (08:37)
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Symbolbild: Bilderbox

Niederösterreich ist als Wirtschaftsregion den letzten  Jahrzehnten enorm gewachsen und wurde in der Zeit immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt zwischen Ost- und Westeuropa. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat daher auch die Mobilität als einen  ihrer Schwerpunkte festgelegt.

Dazu zählt auch, dass Wirtschaftsräume wie Linz und Wels bzw. Süddeutschland, Prag und die Slowakei verkehrstechnisch besser an das Wald- und Weinviertel angebunden werden. Darin liegt die Chance für diese Regionen.

Das Land NÖ schlägt deshalb erstmals eine „Ost-West-Verbindung“ (siehe Grafik), die sogenannte „Europaspange“ vor. 

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„Unsere Überlegungen beim Ausbau der Mobilität machen nicht an unseren Landesgrenzen halt. Wir denken in Lebensräumen, nicht in Landesgrenzen“, erklärt Mikl-Leitner dazu. Die Landeshauptfrau unterstreicht damit ihre Ziele, die sie bei der Regierungserklärung formuliert hat: Räume neu denken bzw. Niederösterreich im neuen Europa weiter stärken.

Waldviertler Regionalausschuss tagt am Dienstagabend

Unabhängig davon tagt am Dienstagabend in Vitis der Waldviertler Regionalausschuss. Dort wird über die Waldviertel-Autobahn diskutiert und abgestimmt. Insider rechnen mit einem positiven Beschluss für das Mega-Projekt. Auch drei mögliche Trassenvarianten sollten dort präsentiert werden - eine davon ist eben die „Europaspange“.

Diese Zustimmung aus der Region ist auch Voraussetzung für die weitere Planung der Autobahn. „Denn nur wenn diese Vision auch von der Region mitgetragen wird, kann die Umsetzung erfolgreich in Angriff genommen werden“, erklärt Mikl-Leitner.

Aber auch dann wird das Projekt bis zur Umsetzung noch Jahrzehnte brauchen. Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) hat zuletzt gegenüber der NÖN betont, dass eine Waldviertel-Autobahn frühestens in 25 bis 30 Jahren realisiert werden kann.