Versandhändler Neckermann ist pleite. Der Versandhändler Neckermann ist pleite. Der US-Investor Sun Capital Partners als Eigentümer halte das Ergebnis der Sanierungsverhandlungen mit Arbeitnehmervertretern "nicht für tragfähig" und stelle dem Unternehmen deswegen "keine weiteren Mittel für die Finanzierung zur Verfügung", teilte Neckermann mit.

Erstellt am 18. Juli 2012 (16:42)

Das Unternehmen könne deswegen nicht fortgeführt werden und habe Insolvenzantrag gestellt. In den vergangenen Wochen hatten Neckermann zäh mit der Gewerkschaft Verdi und dem Betriebsrat verhandelt. Nach einem vorläufigen Scheitern der Gespräche hatte am Mittwoch zunächst ein Kompromiss erzielt werden können. Wie das Unternehmen mitteilte, hatten sich Neckermann, Betriebsrat und Verdi "in begrenztem Umfang auf Abfindungen und Transfergesellschaften" verständigt. Auch in weiteren Punkten sei eine Einigung zwischen Unternehmen und Belegschaft erzielt worden. Eigentümer Sun Capital Partners habe dieses Ergebnis aber nicht mitgetragen, erklärte Neckermann.

Die Geschäftsführung werden alles daran setzen, das laufende Geschäft auch in der vorläufigen Insolvenz aufrechtzuerhalten, erklärte das Unternehmen. Alle Möglichkeiten würden nun geprüft, das Geschäft fortzuführen. Neckermann hat 2.500 Beschäftigte.